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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found USA schicken weitere Truppen nach Deutschland

US-Militär

Verstärkung statt Abzug: Die USA will 500 zusätzliche Soldaten nach Deutschland schicken. Stationiert werden sollen sie im Raum Wiesbaden. Der damalige Präsident Trump wollte noch vor wenigen Monaten massiv Soldaten abziehen.

Die USA stocken ihre Truppen in Deutschland um 500 Soldaten auf. Das kündigte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Dienstag nach einem Treffen mit seiner Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Berlin an. Die Soldaten sollen schon im Herbst im Raum Wiesbaden stationiert werden. "Diese Truppen werden die Abschreckung und Verteidigung in Europa stärken", sagte Austin.

Die Soldaten würden nach Deutschland geschickt, um Konflikte zu verhindern, "und wenn nötig, um zu kämpfen und zu siegen". Mit der Stationierung würden unter anderem die Kräfte zur Cyber-Abwehr und elektronischen Kriegsführung in Europa gestärkt. Die Stationierung sei auch als Bekenntnis der USA zum Verbündeten Deutschland zu verstehen, betonte Austin. Mit der Stationierung verbunden ist auch die Schaffung von 35 Arbeitsplätzen für deutsche Ortskräfte. Mit den Soldaten würden etwa 750 Familienangehörige nach Deutschland kommen.

Zwei US-Standorte sollen modernisiert werden

Den weiteren Ankündigungen der US-Army zufolge sollen zwei Standorte bei Wiesbaden und eine Kaserne in Südhessen nicht wie ursprünglich geplant an die Bundesregierung zurückgegeben werden. Stattdessen sollen die Standorte in dem zu Wiesbaden gehörenden Stadtteil Mainz-Kastel sowie in Darmstadt erhalten und modernisiert werden.

"Wir haben eng mit deutschen Beamten zusammengearbeitet, um eine Einigung über die Beibehaltung dieser Standorte zu erzielen, und sind sehr dankbar für ihre fortgesetzte Unterstützung", wird der zuständige Generalmajor Chris Mohan in einer entsprechenden Mitteilung zitiert.

Trump plante Abzug im großen Stil

Der damalige US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Sommer kurz vor seiner Abwahl den Abzug von 12.000 der rund 35.000 US-Soldaten in Deutschland als Strafaktion für die aus seiner Sicht mangelnden deutschen Militärausgaben angekündigt. Sein Nachfolger Joe Biden hatte diesen Truppenabzug bereits gestoppt. Dass nun zusätzliche Truppen nach Deutschland geschickt werden, ist aber eine Überraschung.

Kramp-Karrenbauer sprach von einem sehr "starken Zeichen auch der Verbundenheit". Man werde alles dafür tun, dass die Soldaten und ihre Familien vorübergehend eine gute zweite Heimat in Deutschland finden. Nach dem Umzug aus Heidelberg befindet sich in Wiesbaden seit 2012 die Zentrale der US-Armee in Europa.

Sendung: hr-iNFO, 13.04.2021, 14 Uhr