Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen, nimmt im hessischen Landtag an einem Porträttermin teil.

Ministerpräsident Bouffier ist optimistisch, dass das Land die Corona-Krise im nächsten Jahr hinter sich lassen wird. In seiner Neujahrsansprache fordert er die Menschen noch einmal auf, sich impfen zu lassen.

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Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen
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Hessen brauche jetzt Zusammenarbeit, Engagement und Tatkraft, um die Herausforderungen zu meistern, sagte Bouffier in seiner Rede zum Jahreswechsel am Freitag. Er zog dabei einen Vergleich mit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus Tod, Not und Elend sei ein Erfolgsland geworden, in dem Frieden, Freiheit und Demokratie herrsche.

Hessen habe gezeigt, dass es Krisen meistern könne. "Ich wünsche mir, dass uns dies auch in aktueller Zeit der Krise gelingen wird", sagte Bouffier. Auch wenn die Corona-Pandemie neue Herausforderungen bringe und es schwer vorherzusehen sei, wie es weitergehe: Den Schlüssel zum Ende der Pandemie habe man - anders als vor einem Jahr - durch die Impfung inzwischen selbst in der Hand.

"Kein Grund zur Panik"

Mit Blick auf die jüngsten Corona-Maßnahmen bat Bouffier die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis. Die Regeln seien nötig, um die Menschen zu schützen. Es gebe weiter Anlass zur Vorsicht, jedoch keinen Grund zur Panik.

Den Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal dankte der Ministerpräsident für ihren "unermüdlichen" Einsatz für Patientinnen und Patienten in der Pandemie. Höchste Wertschätzung und Dank verdienten außerdem die Bediensteten von Polizei und Feuerwehr, die Angehörigen der Bundeswehr, von Hilfsorganisationen sowie die vielen Tausend Ehrenamtlichen.

Hoffnung für "normales Leben" 2022

Das Jahr 2021 war nach Auffassung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, nicht nur schlecht. 2021 sei zwar ein Jahr mit all seiner Beschwerden, mit der Dramatik einer weltweiten Pandemie, mit Kriegen, Flucht und Vertreibung, Naturkatastrophen, Hungersnöten und politischen Zuspitzungen gewesen. "Wir haben persönlich und im Miteinander aber manch Gutes erfahren", sagte der Limburger Bischof am Freitag in einer Predigt im Frankfurter Dom.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung geht trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie zuversichtlich ins Jahr 2022. "Ich habe die Hoffnung, dass es ein Jahr wird, in dem das Leben wieder ,normaler' wird", schreibt Jung auf der Homepage der Landeskirche. Um sich 2022 unbefangener begegnen zu können, sei es nach wie vor nötig, alles zu tun, um die Pandemie einzudämmen. "Für mich steht dabei ganz weit oben, mich impfen zu lassen - wenn es sein muss auch ein viertes Mal."

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