Nancy Faeser am Montag auf einer Pressekonferenz im Landtag

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Faeser gibt Marschrichtung aus

Mit dem Thema Bildungsgerechtigkeit will die designierte neue SPD-Chefin, Nancy Faeser, das Profil ihrer Partei schärfen. Als weitere politische Schwerpunkte nannte sie den sozialökologischen Ausgleich.

Die designierte neue hessische SPD-Landesvorsitzende, Nancy Faeser, zählt den Kampf für Chancengleichheit in der Bildung zu ihren wichtigsten politischen Zielen. Sie wolle sich unter anderem für mehr Ganztagsschulen stark machen, sagte sie am Montag.

"Schulischer Erfolg darf nicht vom Geldbeutel abhängen"

Es sei wichtig, Nachhilfe und Hausaufgabenunterstützung innerhalb des Schulsystems zu integrieren. Dann sei der schulische Erfolg der Kinder nicht davon abhängig, ob sich die Eltern private Nachhilfe leisten können.

Der Vorstand der hessischen SPD hatte am Sonntag Generalsekretärin Faeser als Nachfolgerin von Thorsten Schäfer-Gümbel nominiert. Schäfer-Gümbel wechselt zur Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und gibt das Amt auf. Bei einem Parteitag im November müssen die Delegierten über die neue Landesvorsitzende entscheiden.

Faeser: "Das ist eine große Aufgabe"

Das Votum des Landesvorstandes mache sie sehr glücklich, sagte Faeser. "Das ist eine große Aufgabe." Sie wolle die Sozialdemokratie in Hessen wieder stärker profilieren. Die SPD müsse die politische Kraft sein, die die Alltagsthemen der Menschen am besten löse könne. Dabei sei nach wie vor die Frage der Gerechtigkeit entscheidend.

Unter anderem müsse die SPD zu einer Partei des sozialökologischen Ausgleichs werden. So müssten in den Klimaschutz auch Arbeitnehmerinteressen einbezogen werden. Faeser plädierte außerdem für einen handlungsfähigen Staat, nicht nur bei Justiz und Polizei.

Soziale Berufe aufwerten

Dazu zähle unter anderem der respektvolle Umgang mit den Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes. Wichtig seien dabei gut ausgestattete Kommunen. Außerdem betonten Schäfer-Gümbel und Faeser die Bereitschaft der SPD, in den Sozialstaat zu investieren. Eine Aufwertung der sozialen Berufe sei dringend erforderlich.