Reichstag mit Flagge und Hessenkarte

Im neuen Bundestag werden nach dem vorläufigen Endergebnis 50 Abgeordnete aus Hessen sitzen. 22 von ihnen dürfen sich über ein Direktmandat freuen. Die weiteren Abgeordneten ziehen über die Landesliste ein, darunter Direktmandats-Verlierer Helge Braun (CDU) und die Linken-Bundesvorsitzende Janine Wissler.

Nach der Bundestagwahl wurde die ganze Nacht über ausgezählt. Nun steht nach dem vorläufigen Endergebnis der Wahl fest: Es werden künftig wieder 50 Hessinnen und Hessen im neuen Bundestag sitzen. Neben den 22 Direktkandidatinnen und -kandidaten, die hauptsächlich der SPD angehören, haben 28 weitere Abgeordnete den Sprung nach Berlin geschafft.

Bildergalerie

Bildergalerie

zur Bildergalerie Bundestagswahl: Das sind alle 22 Direktkandidaten aus Hessen

Ende der Bildergalerie

Hier finden Sie einen Überblick, welche hessischen Kandidatinnen und Kandidaten über die Landesliste in den Bundestag einziehen:

Ein Listenplatz für die SPD

Die SPD kommt den Angaben des Bundeswahlleiters vom Montag zufolge auf 14 Abgeordnete per Direktmandat, der 33-jährige Kaweh Mansoori gewinnt als Vorsitzender der SPD Hessen Süd seinen Sitz über die Landesliste.

CDU stellt fünf Landeslisten-Abgeordnete

Die CDU wird mit 12 Parlamentariern in Berlin vertreten sein. Sieben CDU-Kandidaten holten in ihrem Wahlkreis das Direktmandat, fünf Abgeordnete rücken über die Landesliste nach. Dazu zählt auch der hessische CDU-Spitzenkandidat und Kanzleramtschef Helge Braun, der nach drei erfolgreichen Wahlen dieses Mal sein Direktmandat im Landkreis Gießen gegen Felix Döring (SPD) verloren hat. Auch Patricia Lips (Odenwald), die dem Bundestag seit 2002 angehört, wird dies weiter tun. Katja Leikert, die ihr Direktmandat in Hanau verloren hat, ebenso. Auch Armin Schwarz (Kassel) und Stefan Heck (Marburg) bleiben über die Landesliste in Berlin.

Acht Landeslisten-Plätze für die Grünen

Die Grünen werden neun Abgeordnete aus Hessen stellen, darunter das Direktmandat von Omid Nouripour im Wahlkreis Frankfurt II. Damit hat zum ersten Mal ein Grünen-Politiker in Hessen einen Wahlkreis bei der Bundestagswahl gewonnen. Ihm folgen über die Landesliste Bettina Hoffmann, die im Schwalm-Eder-Kreis nur auf Platz vier gewählt worden war, Kordula Schulz-Asche (Main-Taunus), Wolfgang Strengmann-Kuhn (Offenbach), Anna Lührmann (Rheingau-Taunus), Philip Krämer (Odenwald), Deborah Düring (Frankfurt I), Boris Mijatović (Kassel) und Awet Tesfaiesus (Werra-Meißner – Hersfeld-Rotenburg).

FDP entsendet sieben Abgeordnete

Die FDP kommt auf sieben hessische Abgeordnete, die allesamt über die Landesliste in den neuen Bundestag einziehen: Bettina Stark-Watzinger (Main-Taunus), Thorsten Lieb (Frankfurt II), Till Mansmann (Bergstraße), Alexander Müller (Rheingau-Taunus-Limburg), Jürgen Lenders (Fulda), Katja Adler (Hochtaunus) und Peter Heidt (Wetterau I).

Fünf AfD-Abgeordnete

Für die AfD ziehen fünf Abgeordnete über die Landesliste in den Bundestag ein: Mariana Harder-Kühnel (Main-Kinzig), Joana Cotar (Gießen), Uwe Schulz (Gießen), Jan Nolte (Waldeck-Frankenberg) und Albrecht Glaser (Schwalm-Eder).

Zwei Plätze für die Linke

Auch die Linken-Spitzenkandidatin auf Bundesebene, Janine Wissler (Frankfurt I), hat über die Landesliste ein Abgeordnetenmandat bekommen. Mit Wissler geht Ali Al-Dailami (Gießen) nach Berlin.

Zwar schaffte die Linke bundesweit nicht den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Sie profitiert aber davon, dass sie drei Direktmandate gewann und damit trotzdem in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen kann.

Zuletzt saßen ebenfalls 50 Abgeordnete aus Hessen im Deutschen Bundestag: 17 Abgeordnete der CDU, 12 der SPD, 6 der AfD, 6 der FDP, 5 der Grünen und 4 Abgeordnete der Partei Die Linke.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen