Thomas Will

Thomas Will bleibt Landrat im Kreis Groß-Gerau. Der SPD-Politiker wurde am Sonntag bereits zum zweiten Mal klar wiedergewählt. Im Rennen um das Bürgermeisteramt in Ginsheim-Gustavsburg konnte sich keiner der Kandidaten durchsetzen.

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Landrat Thomas Will: "Ein tolles Ergebnis"

hs
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Thomas Will ist als Landrat im Kreis Groß-Gerau zum zweiten Mal mit deutlichem Vorsprung wiedergewählt worden. Auf den 62-Jährigen, seit 2010 im Amt, entfielen bei der Wahl am Sonntag 61,5 Prozent der Stimmen. Schon bei der Wahl 2015 war Will mit 64 Prozent im Amt bestätigt worden.

Wills CDU-Herausforderer Thies Puttnins-von Trotha erhielt am Sonntag 31,9 Prozent der Stimmen. Auf Irmgard Horesnyi von der AfD entfielen 3,6 Prozent, Daniela Zaun (Die Partei) kam auf 3,0 Prozent. Insgesamt waren etwas über 200.000 Menschen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 28,6 Prozent.

Als erste Reaktion sagte Will in der hr-hessenschau: "Es ist ein tolles Ergebnis. Wir hatten wichtige und schwierige Themen im Wahlkampf. Und dann über 60 Prozent zu holen, das ist Bestätigung der Politik der letzten Jahre." Die geringe Wahlbeteiligung sieht Will als "Trend, den wird seit 20 Jahren haben, dass bei Landrats- aber auch bei vielen Bürgermeisterwahlen der Bürger nicht zur Urne geht."

Landrat zuversichtlich für Kreisklinik

In seiner dritten Amtseit erwarten Will große Herausforderungen, unter anderem der Erhalt der Kreisklinik. Diesbezüglich gab sich der Landrat zuversichtlich. Der Stand der Dinge sei "sehr gut", so Will. "Wir sind mitten im Umbau zu einem intersektoralen Zentrum und hoffen nun auch auf die Unterstützung der neuen Bundesregierung", so der SPD-Politiker.

Wills CDU-Herausforderer Puttnins-von Trotha hatte für seine Kandidatur alles auf eine Karte gesetzt und auf eine mögliche Wiederwahl als Bürgermeister in Ginsheim-Gustavsburg (Groß-Gerau) verzichtet. "Unser Ziel war es, in die Stichwahl zu kommen", zeigte sich der CDU-Mann in der hessenschau enttäuscht. Als fairer Verlierer gratulierte er Will und wünschte ihm eine gute dritte Amtszeit.

Bürgermeisterwahl in Ginsheim-Gustavsburg: Stichwahl

Bis Juni 2022 ist Puttnins-von Trotha noch Rathauschef in Ginsheim-Gustavsburg. Dort wurde am Sonntag sein zukünftiger Nachfolger gewählt. Dabei machte keiner der drei Kandidaten das Rennen. SPD-Mann Thorsten Siehr erhielt 48,5 Prozent der Stimmen. Matthias Zimmerer von der CDU kam auf 35,4 Prozent, die Grüne Christina Gohl holte 16,1 Prozent. Insgesamt waren gut 12.000 Menschen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 43,3 Prozent.

Am 19. Dezember kommt es damit zur Stichwahl zwischen Siehr und Zimmerer.

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