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Erika Steinbach will in die AfD eintreten

2017 kehrte sie der CDU aus Verbitterung über Merkels liberalen Kurs den Rücken, jetzt macht sie wohl doch wieder Parteipolitik: Auf Twitter verkündete Erika Steinbach, dass sie AfD-Mitglied werden will.

Die frühere Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach will in die AfD eintreten. Das kündigte sie am Freitag bei Twitter an. Nach ihrem Austritt aus der CDU 2017 habe sie eigentlich nicht vorgehabt, noch einmal einer Partei beizutreten, schreibt Steinbach weiter. Dass sie ihre Meinung nun geändert habe, liege einerseits am "indiskutablen Umgang von Medien und Politik mit der AfD" und andererseits am "unfairen Austritt Jörg Meuthens".

Der "bewusst zerstörerische" Austritt des langjährigen Parteivorsitzenden sei für viele, die hinter ihm standen, ein "Schlag ins Gesicht" gewesen. Das habe die Partei nicht verdient. Das Programm der AfD bezeichnete Steinbach in ihrer Stellungnahme als "bürgerlich", extremistische und verfassungsfeindliche Bestrebungen hätten in der AfD keinen Platz. Durch das Engagement ihrer Mitglieder habe die Partei zudem einen "einmaligen Aufstieg" hinter sich.

Sie leitet bereits eine AfD-nahe Stiftung

Aktuell ist Steinbach Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung. Von 1990 bis 2017 war sie Bundestagsabgeordnete. Sie gewann wiederholt als Direktkandidatin den Wahlkreis Frankfurt II für die CDU.

Spätestens seit dem vergleichsweise liberalen Kurs in der Flüchtlingspolitik, den die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel 2015 einschlug, fremdelte Steinbach zunehmend mit der CDU. Sie wurde noch aktiver auf Twitter als ohnehin und teilte bis hin zur Islamfeindlichkeit Positionen, die sich mit denen der AfD oft deckten.

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