Die Darmstädter Mathildenhöhe

Grüne, CDU und Volt in Darmstadt haben den 117 Seiten starken Entwurf zum Koalitionsvertrag abgenickt. 300 Millionen Euro sollen in den Klimaschutz fließen - und 100 Millionen in energetischen Wohnungsbau.

Nachdem am Montag die Grünen und die CDU dem Entwurf zum Darmstädter Koalitionsvertrag zugestimmt hatten, hat am Dienstagabend auch Volt, der dritte Koalitionspartner, den Entwurf angenommen.

Der nun besiegelte Vertrag hat einen deutlichen Öko-Fokus. "Wir haben uns das ambitionierte Ziel gesetzt, unsere Stadt überall dort, wo wir Einfluss nehmen können, bis 2035 klimaneutral zu machen", heißt es in der Präambel des 117-seitigen Vertrags.

Wohnungsbestand energetisch sanieren

Dazu sollen verbindliche Reduktionsziele in den verschiedenen Bereichen für 2025 und 2030 festgelegt und zusätzliche 300 Millionen Euro (fünfmal 60 Millionen pro Jahr) für nachhaltigen Klimaschutz bereitgestellt werden.

Auch ein Amt für Klimaschutz soll in der Stadtverwaltung geschaffen werden. Zudem soll das Eigenkapital der Bauverein AG als kommunales Wohnungsunternehmen um 100 Millionen Euro aufgestockt werden, um ihren Wohnungsbestand energetisch sanieren zu können.

Einstimmigkeit bei Volt, Skepsis bei CDU

Bei Volt wurde der Vertrag einstimmig angenommen, bei der CDU mit 85 Prozent, bei den Grünen mit einem etwas höheren Wert. Die größte Skepsis gab es wie erwartet bei der CDU, die nach der Wahl intensiv diskutiert hatte, ob es nicht besser sei, in die Opposition zu gehen. Die Christdemokraten entschlossen sich aber dann doch, die Darmstädter Stadtpolitik weiter aktiv in der politischen Mitte zu halten.

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