Die Grafik zeigt ein Säulendiagramm mit dem Ergebnis der Zweitstimmen-Wahl in Hessen: SPD 27,6%, CDU 22,8%, Grüne 15,8%, FDP 12, 8%, AfD 8,8%, Linke 4,3%, Andere 7,9%.

Der Landeswahlleiter hat das endgültige Ergebnis für Hessen bei der Bundestagswahl bekanntgegeben. Hier ein paar Stimmen mehr, dort ein paar weniger. Unangenehme Überraschungen gab es für die Parteien nicht - und auch keine angenehmen.

Das amtliche Zweitstimmen-Endergebnis der Bundestagswahl liegt für Hessen nun vor. Landeswahlleiter Wilhelm Kanther gab die Zahlen nach einer Sitzung des Landeswahlauschusses am Freitag in Wiesbaden bekannt. Demnach haben zwölf der insgesamt 23 Parteien etwas mehr Zweitstimmen erhalten, als zunächst durch das vorläufige Endergebnis festgestellt. Das wirkt sich aber prozentual praktisch nicht aus.

Wie schon in der Nacht nach der Wahl vom 26. September bekanntgegeben, bleibt die SPD nach deutlichen Zugewinnen mit 27,6 Prozent und deutlichem Abstand stärkste Partei. Die CDU erhielt 22,8 Prozent, die Grünen 15,8. Die FDP kam nun auch nach dem endgültigen Endergebnis auf 12,8 Prozent, die AfD auf 8,8, die Linke auf 4,3.

Die sechs Großen gewinnen ein paar Stimmen hinzu

Laut Mitteilung gab es für die SPD noch einmal 161 Stimmen dazu. Die CDU darf sich über 152 zusätzliche Stimmen freuen, die AfD über 134. Die FDP bekam noch einmal 98 Stimmen hinzugezählt, die Grünen 56, bei der Linken waren es 12.

Bei "Die Basis" wurden 153 Stimmen hinzugerechnet, ein Plus von 71 Stimmen gab es für die Freien Wähler, Volt erhielt 26 zusätzliche Stimmen, Team Todenhöfer 25. Piraten und Die Humanisten können je drei weitere Stimmen für sich verbuchen.

Abzüge halten sich in Grenzen

Bei allen anderen Parteien kam es zu minimalen Abzüge. Die DKP verlor mit 37 dabei die meisten Stimmen, gefolgt von Bündnis C (-33), Tierschutzpartei (-21), NPD (-17), Bündnis21 und Gesundheitsforschung (-16), sowie Die Partei (-15). Bei den übrigen Parteien lagen die Abzüge im einstelligen Bereich.

Wohl keine Änderung bei Sitzverteilung

Von den 4.383.047 Wahlberechtigten hatten laut Mitteilung 3.340.639 abgestimmt. Die Wahlbeteiligung lag somit bei 76,2 Prozent, so wie es auch schon im vorläufigen Ergebnis angegeben war. 39.829 der abgegebenen Stimmen und damit 1,2 Prozent waren ungültig.

Nach Angaben des Landeswahlleiters werden die geringen Abweichungen bei den Stimmen wohl keine Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Bundestag haben. Er wies jedoch darauf hin, dass die endgültige Feststellung der über die Landeslisten gewonnen Sitze erst der Bundeswahlausschuss in seiner Sitzung am 15. Oktober treffen wird.

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Vorläufiges und amtliches Endergebnis

Bei dem Ergebnis, das am Wahlabend oder in der Nacht bekannt gegeben wird, handelt es sich um ein sogenanntes vorläufiges Endergebnis. Es beruht auf Schnellmeldungen der Wahlvorstände an den Kreiswahlleiter. In den Tagen nach der Wahl wird anhand der Stimmzettel und Wahlniederschriften die Ordnungsmäßigkeit der Wahl durch die Kreiswahlleiter und den Landeswahlleiter überprüft. Etwaige Unstimmigkeiten werden geklärt. Der Landeswahlausschuss stellt schließlich das amtliche Endergebnis für das jeweilige Bundesland fest. Geregelt ist dies in der Bundeswahlordnung.

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