In einer Regierungserklärung hat Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) Wähler und Politiker dazu aufgefordert, sich mehr für Europa zu engagieren. Klimawandel, Migration, Digitalisierung und die Folgen der Globalisierung könnten nur mit vereinten Kräften bewältigt werden.

Gleichzeitig betonte Puttrich, dass Europa sich verändern müsse. So müsse über das Prinzip der Einstimmigkeit bei Entscheidungen diskutiert werden. Mit nunmehr 28 Mitgliedern brauche die EU andere Regeln als bei der Gründung mit damals 6 Mitgliedern.

 CDU, Grüne, SPD,  FDP und die Linke warnten unisono davor, dass Rechtspopulisten in ganz Europa die Errungenschaften der EU – Frieden, Freiheit und Wohlstand - zunichte machen könnten.  SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel sagte, die Rechtspopulisten wollten zurück zu einem Europa des Nationalismus und der Abschottung. Diese "Geisterfahrer" dürften in Europa nicht das Ruder übernehmen.

Die AfD kritisierte die so wörtlich "zentralistische Übergriffigkeit" und das angebliche Demokratiedefizit der EU. Die Partei wolle eine europäische Gemeinschaft souveräner Nationalstaaten.