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Audioseite Ex-Bürgermeister wegen Insolvenzverschleppung verurteilt

Portrait von Armin Faber.

Weil er als Geschäftsführer eines Hotels keinen Insolvenzantrag gestellt hat, obwohl er dazu verpflichtet gewesen wäre, ist Armin Faber zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Für den ehemaligen Bürgermeister von Bad Salzschlirf endet ein langer Weg vor Gericht.

100 Tagessätze zu je 90 Euro, also insgesamt 9.000 Euro, muss der ehemalige Bürgermeister von Bad Salzschlirf (Fulda) zahlen. Am Dienstag wurde Armin Faber vor dem Landgericht Fulda wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung verurteilt. Zehn Tagessätze seien wegen der langen Verfahrensdauer bereits abgegolten, sagte ein Gerichtssprecher hessenschau.de am Dienstagabend. Über das Urteil hatte zunächst Osthessen-News berichtet.

Faber hatte es im Februar 2012 als faktischer Geschäftsführer des Hotels Badehof unterlassen, einen Insolvenzantrag zu stellen, obwohl er dazu gesetzlich verpflichtet gewesen wäre.

Bereits zweites Urteil

Das Landgericht Fulda hatte den Ex-Bürgermeister deswegen im Jahr 2016 bereits zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt. Nachdem die Staatsanwaltschaft in Revision ging, hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf.

Das Landgericht musste nun erneut prüfen, ob das Hotel verschuldet war und was Faber darüber wusste. Jetzt ist das Urteil rechtskräftig.