Stehenden Autos

In der Frankfurter Innenstadt gilt ab kommendem Jahr ein Tempolimit von 40 km/h. Die Stadt will so die Luftqualität verbessern und drohende Fahrverbote verhindern.

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hs 19:30 Uhr 12.11.2020 Thumbnail
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Die Stadt Frankfurt führt vom 1. Januar 2021 an ein Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde in der Innenstadt ein. Das sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am Mittwoch. Auf diese Weise sei es voraussichtlich möglich, drohende Fahrverbote zu verhindern.

Das Land habe die für ein Tempolimit notwendige Genehmigung erteilt. Im Dezember hatte der Verwaltungsgerichtshof in Kassel entschieden, dass die Stadt zur Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes Fahrverbote in kleinen Zonen oder auf bestimmten Strecken prüfen und umsetzen muss. Das Gericht war damals zu der Überzeugung gelangt, dass die bisher geplanten Vorhaben der Stadt nicht geeignet seien, die Grenzwerte einzuhalten.

Seit Corona: niedrigere Stickoxidwerte in der Stadt

Nach Angaben von Oesterling habe nun aber das geringere Verkehrsaufkommen aufgrund der Pandemie zur Folge, dass weniger Schadstoffe ausgestoßen würden. "Corona hat dazu geführt, dass die Stickoxidwerte in der Stadt gesunken sind", sagte er.

Als Beispiel nannte er die Friedberger Landstraße, in der üblicherweise ein Wert von über 40 Mikrogramm Stickoxid gemessen werde. In den vergangenen Monaten seien es dort durchschnittlich etwas mehr als 30 Mikrogramm Stickoxid gewesen.

Tempolimit statt Fahrverbote

Die insgesamt gesunkenen Werte eröffneten die Chance, drohende Fahrverbote zu vermeiden. Dies allerdings vor allem, wenn ein Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde in der Innenstadt dafür sorge, dass die Messwerte weiterhin unterhalb des kritischen Wertes von 41 Mikrogramm Stickoxid bleiben.

Dass diese Möglichkeit bestehe, gehe aus wissenschaftlichen Untersuchungen hervor. "Ich gehe davon aus, dass die Verkehrsteilnehmer sich an das Tempolimit halten. Die Alternative wären Fahrverbote", sagte Oesterling.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 12.11.2020, 19.30 Uhr