Ein Schild weist den Weg am Corona-Testcenter am Frankfurter Flughafen.

In Frankfurt gelten seit Donnerstag wieder strengere Corona-Regeln, die Stadt Wiesbaden will erst am Samstag nachziehen. Auch Offenbach und der Main-Taunus-Kreis haben den Grenzwert überschritten, warten aber ab.

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Audioseite Verschärfungen in Frankfurt ab Donnerstag

Ein Corona-Schnelltest neben einer Tasse Kaffee
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Nach nur zwei Tagen mit gelockerten Corona-Beschränkungen verschärft Frankfurt wieder seine Corona-Regeln. Weil die Inzidenz am Mittwoch mit 35,1 erneut über dem Grenzwert lag, wurden die Lockerungen bereits in der Nacht zum Donnerstag wieder zurückgenommen, wie zuvor eine Sprecherin der Stadt angekündigt hatte. Auch am Donnerstag lag der Wert mit 38,3 wieder über der kritischen Marke.

Ungeimpfte brauchen damit unter anderem in Innenräumen von Cafés, Restaurants und Bars einen negativen Test. Auch die maximale Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wird reduziert.

Offenbach will vorerst nicht verschärfen

Am Mittwoch riss auch Offenbach mit 35,3 den Grenzwert, am Donnerstag lag er sogar bei 55,3. Trotzdem wollte die Stadt die geltenden Corona-Regeln nach Angaben vom Mittwoch vorerst nicht verschärfen. Im Vorfeld müssten erst die Gründe für den Anstieg der Infektionszahlen ermittelt werden, teilte die Stadt mit. "Es ist zu klären, ob es sich beispielsweise um ein diffuses, nicht klar eingrenzbares oder um ein klar eingrenz- und damit eindämmbares Infektionsgeschehen handelt." 

Das weitere Vorgehen wolle man erst nach Abschluss der Ermittlungen durch das Gesundheitsamt festlegen. "Neue Regelungen, die über die bisherigen hinausgehen, greifen erst nach Veröffentlichung neuer Allgemeinverfügungen durch die Stadt", heißt es in der Mitteilung. Ebenfalls über dem Schwellenwert rangiert seit Donnerstag der Kreis Offenbach mit 35,7.

Ausbruch in Senioreneinrichtung lässt Main-Tanus-Inzidenz steigen

Auch im Main-Taunus-Kreis kletterte die Inzidenz über die 35er-Marke, lag am Mittwoch bei 38,1 und am Donnerstag bei 45,3. Die gestiegenen Zahlen führt die Kreisbeigeordnete Madlen Overdick (Grüne) unter anderem auf einen Ausbruch in einer Senioreneinrichtung in Hattersheim zurück. "Deshalb sind vorerst keine weiteren kreisweiten Einschränkungen notwendig."

Wiesbaden verschärft ab Samstag

Am Donnerstag überschritt Wiesbaden mit 38,8 die 35er-Grenze. Von Samstag an sollen strengere Corona-Regeln gelten, etwa beim Besuch im Restaurant, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Die entsprechende Allgemeinverfügung werde am Freitag veröffentlicht und trete einen Tag darauf in Kraft. Ab dann müssen Besucher von Restaurants und Cafés vor dem Betreten der Innenräume nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder einen negativen Test gemacht haben. Strengere Regeln gelten unter anderem auch für Fachmessen, Theater und Kino.

"Wir begrüßen es, dass das Präventions- und Eskalationskonzept einheitliche Vorgaben für die Corona-Regeln in ganz Hessen macht", erklärte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD). "Allerdings ist es für uns nur schwer nachvollziehbar, warum wir diese Vorgaben juristisch durch Allgemeinverfügungen auf kommunaler Ebene umsetzen müssen." Es wäre effektiver und schneller, wenn es – so wie bereits im Frühjahr – eine rechtsverbindliche Landesverordnung mit Regelungen für verschiedene Inzidenzstufen gäbe, erläuterte Mende.

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