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Die Walter-Lübcke-Brücke in Kassel, eine Fußgängerbrücke über die Fulda

In Kassel gibt es jetzt eine Walter-Lübcke-Brücke. Die Fußgängerbrücke über die Fulda wurde im Beisein der Familie umbenannt. Sie hatte vorher den Namen eines Politikers mit NS-Verstrickungen getragen.

In Gedenken an Regierungspräsident Walter Lübcke hat die Stadt Kassel eine Fußgängerbrücke nach dem CDU-Politiker benannt. Am Dienstag wurde der Name offiziell in Walter-Lübcke-Brücke geändert.

Das über die Fulda führende Bauwerk nahe des Regierungspräsidiums hatte zuvor den Namen des früheren Oberbürgermeisters Karl Branner getragen. Wegen der NS-Verstrickungen des SPD-Politikers gab es bereits seit geraumer Zeit Forderungen, den Namen der Brücke zu ändern.

Brücke als verbindendes Symbol

Schild der Walter-Lübcke-Brücke in Kassel

An einer kleinen coronakonformen Feierstunde nahm auch die Familie des früheren Regierungspräsidenten teil. Die Umbenennung stehe symbolisch dafür, dass Lübcke als Mensch und Politiker sein Leben auf dem tragenden Grund der demokratischen Werte aufgebaut habe, erklärte sie.

"Die Brücke lebt von einem starken Fundament, sie steht auf festen Pfeilern und verbindet Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit. Wir sind dankbar, dass sie dauerhaft an Walter Lübcke erinnern wird", teilte die Familie weiter mit.

Auch andere Orte nach Lübcke benannt

Walter Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen (Kassel) mit einem Kopfschuss getötet worden. Die Tat gilt als erster rechtsextremistischer Mord an einem Politiker in der Bundesrepublik. Lübcke hatte sich für die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen.

In der Vergangenheit waren bereits andere Orte nach Lübcke benannt worden, darunter ein Sitzungssaal des Regierungspräsidiums Kassel, die Gesamtschule in Wolfhagen und der Platz vor dem Bürgerhaus in Neu-Anspach (Hochtaunus).

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