Foto der Darmstädter Mathildenhöhe

In Darmstadt haben die Grünen bei der Kommunalwahl 2021 erneut einen klaren Sieg eingefahren. Die SPD löst die CDU mit hauchdünnem Vorsprung als zweite Kraft ab.

Klarer Sieg für die Grünen in Darmstadt. Zwar büßte die Partei von Oberbürgermeister Jochen Partsch bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am Sonntag leicht ein. Das vorläufige Endergebnis weist für die Grünen jedoch einen deutlichen Abstand vor allen anderen Parteien aus.

Säulendiagramm, welches das Ergebnis der Kommunalwahl 2021 für Darmstadt zeigt.

CDU fällt zurück, auch AfD verliert, Volt mit Überraschungserfolg

Demnach kamen die Grünen auf 27,4 Prozent. Das ist ein Minus von 2,3 Prozentpunkten gegenüber der Kommunalwahl 2016. Die SPD konnte als zweitstärkste Kraft vorerst an der CDU vorbeiziehen und liegt bei 16,7 Prozent (-0,5). Für die CDU geht der Abwärtstrend weiter. Sie hat mit 15,6 Prozent weitere 2,6 Prozentpunkte verloren. Schon bei der vergangenen Kommunalwahl war sie um knapp sieben Prozentpunkte abgesackt.

Auch die AfD, die vor fünf Jahren erstmals angetreten war, büßte mit 4,6 Prozent deutlich Stimmenanteile ein (-4,6). Die FDP konnte mit ebenfalls 5,6 Prozent leicht zulegen (+ 0,3), die Linke erhielt ebenfalls mehr Stimmen mit 7,4 Prozent (+0,7). Die Wählervereinigung Uffbasse hingegen gab Stimmenanteile ab und landete bei 6,4 Prozent (-1,3).

Die neue proeuropäische Bürgerpartei Volt erzielte auf Anhieb 6,9 Prozent, liegt damit vor der AfD und wird nach jetzigem Stand mit fünf Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung vertreten sein. Die Wahlbeteiligung stieg auf 54,7 Prozent. Vor fünf Jahren waren es 6,9 Prozentpunkte weniger gewesen.

Grün-Schwarz am Ende?

Damit stellt sich die Frage, wie es in der Wissenschaftsstadt weitergeht, die seit zehn Jahren von einer grün-schwarzen Koalition regiert wird. Nach der Sitzverteilung hätten die Grünen mit 20 Sitzen zwei weniger als bisher. Die CDU (11 Sitze) würde zwei Sitze verlieren, die SPD ihre 12 Sitze behalten.

Grüne und CDU hätten somit zusammen 31 Sitze, Grüne und SPD 32. Beides würde für eine Koalition nicht ausreichen, sodass wohl eine dritte Kraft mit ins Boot geholt werden müsste.