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Überraschung in Mörfelden-Walldorf: Rathauschef in der SPD-Hochburg wird zum ersten Mal ein Grüner. Neue Bürgermeister wurden am Sonntag auch in Hofheim und Steinbach gewählt. Dort setzten sich die Kandidaten der CDU durch.

Es hatte sich schon im ersten Wahlgang angedeutet: Schon vor zwei Wochen war Thomas Winkler von den Grünen bei der Bürgermeisterwahl in Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau) überraschend als erster ins Ziel gekommen. Auch am Sonntag bei der Stichwahl vereinte er die meisten Stimmen auf sich. Mit 56,5 Prozent der Stimmen wurde er in der SPD-Hochburg zum neuen Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Heinz-Peter Becker (SPD) erhielt nur 43,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,9 Prozent.

Im Stadtparlament wird er sich mit einer Koalition aus SPD, FDP und FWG arrangieren müssen. Die drei Parteien hatten sich vor der Wahl auf die Seite von Becker gestellt. In Mörfelden-Walldorf leben rund 34.000 Menschen. Die Doppel-Stadt existiert seit 1977. Seitdem stellten immer die Sozialdemokraten den Bürgermeister.

In Hofheim und Steinbach gewinnen CDU-Kandidaten

Eine Stichwahl gab es am Sonntag auch in Hofheim am Taunus (Main-Taunus). Dort bewarben sich beim ersten Wahlgang gleich sieben Kandidaten um die Nachfolge von Rathauschefin Gisela Stang (SPD), die nicht mehr angetreten war. Christian Vogt (CDU) setzte sich am Sonntag bei der Stichwahl durch. Er bekam 58,3 Prozent der Stimmen und wird neuer Bürgermeister der 40.000-Einwohner-Stadt. Bernhard Köppler (SPD) erhielt 41,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,9 Prozent.

Auch in Steinbach (Hochtaunus) entschied am Sonntag eine Stichwahl über den neuen Rathauschef. Das Rennen machte Steffen Bonk (CDU). Er erhielt 53,7 Prozent der Stimmen. Auf seinen Herausforderer Moritz Kletzka (SPD) entfielen 46,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,2 Prozent. Steinbach hat rund 10.500 Einwohner.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 7. April 2019, 19:30 Uhr