Ein Intensivbett mit Beatmungseinheit steht auf einer Corona-Station hinter einer Scheibe, an der ein Symbol mit einem stilisierten Coronavirus angebracht ist.

Hessens Intensivstationen melden nun 200 Patienten mit einer Corona-Infektion. Wird diese Zahl überschritten, gilt eine neue Warnstufe des Landes zur Pandemie-Bekämpfung. Welche Maßnahmen dann greifen, berät das Corona-Kabinett bis Montag. Eine mögliche Maßnahme nannte Gesundheitsminister Klose bereits.

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hessenschau vom 05.11.2021
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Am Freitag hat Hessen den ersten Grenzwert der gültigen Corona-Warnstufen erreicht - dem aktuellen Lagebericht des Sozialministeriums zufolge sind nun 200 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. Die Intensivbettenbelegung gilt seit Mitte September mit der Hospitalisierungsinzidenz als Hauptindikator für weitreichendere Schutzmaßnahmen.

Klose über mögliche Maßnahmen

Blieb die Landesregierung bisher im Vagen über konkreten Maßnahmen, die bei Überschreiten des Grenzwertes greifen würden, soll am Montag nun Klarheit herrschen. Dann wollen Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) über verschärfte Maßnahmen informieren. "Das Kabinett berät dies abschließend über das Wochenende", sagte Klose am Freitagabend in der hessenschau.

Eine "denkbare Maßnahme, die wir diskutieren", ist laut Klose eine Verschärfung der 3G-Regel, "insofern als dass diejenigen, die getestet sind, einen PCR-Test statt eines Antigen-Schnelltests benötigen." Darüber hinaus "sind es Maßnahmen, die wir auch schon kennen. Das heißt Verschärfungen etwa im Bereich der Abstands- und Hygieneregeln und dergleichen mehr."

Zahl der Intensivpatienten steigt kontinuierlich

Der nun erreichte Grenzwert entspricht in etwa zehn Prozent der hessischen Intensivbetten-Kapazität. Die Messgröße hängt jedoch hinter den Infektionszahlen her, denn bis ein Infizierter gegebenenfalls auf der Intensivstation behandelt werden muss, vergehen oft Wochen.

Was aber feststeht: Die Zahl an Intensivpatienten ist im Verlauf der vergangenen Woche kontinuierlich gestiegen, von 158 auf nun 200.

Klose über Booster-Impfung für alle

Angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage auch in Deutschland sprachen sich unterdessen am Freitag die Gesundheitsminister von Bund und Länder für eine Auffrischungsimpfung, eine sogenannte Booster-Impfung, für alle aus. Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) sagte am Freitagabend der hessenschau, auch wenn die Auffrischungsimpfung vor allem für Ältere und Menschen mit Vorerkrankung nun wichtig sei, "haben wir ausdrücklich gesagt, dass auch alle sich die Auffrischungsimpfung abholen können."

Die Booster-Impfung werde vor allem über die Hausärzte geschultert, so der Minister. "Die Ärzte signalisieren uns, dass sie noch deutlich weiteres Potenzial haben, zu impfen." Zudem gebe es stationäre und mobile Impfstellen.

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