Die hessische Landesregierung prüft derzeit die Einführung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Dopingverstöße.

Noch bis Ende dieses Jahres werde das Gesetz gegen Doping im Sport bundesweit evaluiert, erklärte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von SPD-Abgeordneten im hessischen Landtag. Die Ergebnisse müssten dann bei der Schaffung einer speziellen Staatsanwaltschaft berücksichtigt werden.

Bereits jetzt werde ein großer Teil der hessischen Ermittlungsverfahren im Doping-Bereich bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt von der dortigen Spezialabteilung geführt. De facto bestehe insoweit bereits eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft Sport. Schwerpunktstaatsanwaltschaften Doping gibt es bereits in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Nur wenn der Sport im Stande sei, Werte wie "Fair Play" und "sauberer Sport" glaubhaft zu vermitteln, bestehe ein Anspruch auf öffentliche Förderung. Dem Kampf gegen Doping komme daher eine große Bedeutung zu - gerade auch weil Doping im Breitensport nicht durch das Anti-Doping-Gesetz erfasst werde, erläuterte Kühne-Hörmann in ihren Ausführungen.