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Krankenschwester erhält höchste Auszeichnung des Landes

Die leitende Krankenschwester Zeynep Kallmayer aus Frankfurt nimmt die Wilhelm Leuschner-Medaille entgegen, um sie stehen klatschende Menschen.

Mit der Wilhelm Leuschner-Medaille werden Menschen geehrt, die sich beispielhaft für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. In diesem Jahr wurde auch eine Krankenschwester gewürdigt.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat am Sonntag in Wiesbaden die höchste Auszeichnung des Landes verliehen. Die Wilhelm Leuschner-Medaille ging an die Krankenschwester Zeynep Kallmayer, den ehemaligen Bundesverfassungsrichter Herbert Landau, den ehemaligen Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms und die frühere Oberbürgermeisterin von Rüsselsheim Ottilia Geschka.

"Übermenschliches geleistet"

Kallmayer erhielt laut Mitteilung des Ministeriums die Leuschner-Medaille vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. "Dass wir diese Pandemie so gut meistern, ist Menschen wie Zeynep Kallmayer zu verdanken, die an ihre Grenzen gehen, Übermenschliches leisten und sich für ihre Mitmenschen aufopfern", machte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) deutlich. Sie stehe stellvertretend für die vielen Bürgerinnen und Bürger des Landes Hessen, die durch die Pandemie beruflich vor enorme Herausforderungen gestellt worden seien. Kallmayer leitet seit dem Jahr 2012 die Station C1 Intensiv des Universitätsklinikums Frankfurt.

Mit der Wilhelm Leuschner-Medaille werden seit 1965 Menschen geehrt, die sich beispielhaft für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. Der Namensgeber war einer der wichtigsten hessischen Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime. Nach dem Attentat auf Adolf Hitler 1944 wurde Leuschner zum Tode verurteilt und hingerichtet.

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