Stefan Naas von der FDP beim Landesparteitag

Stefan Naas wird bei der Landtagswahl im kommenden Jahr wie erwartet als Spitzenkandidat der FDP antreten. Sein Ziel: dass die schwarz-grüne Landesregierung abgewählt wird.

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Naas führt FDP in die Landtagswahl

hs
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Die hessische FDP hat Stefan Naas zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2023 gekürt. Die Liberalen wählten den 49-Jährigen bei ihrem Parteitreffen am Samstag in Wetzlar mit 277 von 297 gültigen Stimmen. Das entsprach einer Zustimmung von rund 93 Prozent. "Wir gehen als eigenständige Kraft in diese Landtagswahl. Mit mir wird es keinen Zweitstimmen-Wahlkampf geben", sagte Naas.

300 Delegierte vor Ort

"Wir brauchen beide Stimmen für die hessische FDP, weil's notwendig ist. Wir wollen Schwarz-Grün beenden." Naas sparte nicht mit Kritik an der schwarz-grünen Landesregierung und sagte, Hessen brauche nun "Macher". Es gehe 2023 um Wohlstand, um Bildung und um die Wirtschaft. Es sei Zeit für eine "klare Wirtschaftspolitik".

Etwa 300 Delegierte kamen in Wetzlar zu einem Listenparteitag und einer Landesvertreterversammlung zusammen.

Kein Gegenkandidat für Naas

Der 49 Jahre alte Landtagsabgeordnete ist Jurist und in der Landtagsfraktion unter anderem verkehrs- und wirtschaftspolitischer Sprecher. Zuvor war er Bürgermeister in Steinbach (Hochtaunus). Naas wurde bereits im Sommer als Spitzenkandidat vorgeschlagen. Einen Gegenkandidaten für den Spitzenplatz auf der Landesliste gab es nicht.

Den zweiten Platz belegte Landtagsfraktionschef René Rock, der 80,8 Prozent erhielt. Auf Platz drei kam die stellvertretende Landesvorsitzende Wiebke Knell, sie erhielt eine Zustimmung von fast 91 Prozent. Auf den vierten Listenplatz wählten die hessischen Liberalen mit 76,7 Prozent FDP-Generalsekretär Moritz Promny und auf den fünften Platz die Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer. Sie setzte sich mit 55 Prozent gegen einen Gegenkandidaten durch. Die Landtagswahl 2023 soll im nächsten Herbst stattfinden.

Stark-Watzinger: FDP tritt als eigenständige Kraft an

Vor den Abstimmungen zur Landtagsliste stimmte Landeschefin und Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ihre Partei auf die Landtagswahl ein. Die FDP werde im Wahlkampf als eigenständige Kraft antreten, sagte sie ebenso wie Naas.

"Wir messen uns nicht an anderen, sondern nur an unseren eigenen Ansprüchen", betonte Stark-Watzinger: "Wir wollen eine Zukunft in unserem Land, die Aufstieg und Selbstbestimmung und Wohlstand ermöglicht. Die nachkommenden Generationen - sie sollen ökologisch, sozial und ökonomisch intakte Zukunftschancen haben."

Die nächste Landtagswahl in Hessen soll im Herbst 2023 stattfinden. Im Jahr 2018 bekam die FDP 7,5 Prozent der Stimmen. Im Landtag ist die Partei mit elf Sitzen vertreten.

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