Michael Roth

Der osthessische SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth möchte in einem Duo die Bundes-SPD anführen. Seine Bewerbung gab er am Dienstagabend zusammen mit einer Ex-Ministerin aus Nordrhein-Westfalen bekannt.

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Der hessische Bundestagsabgeordnete aus Heringen (Hersfeld-Rotenburg) und Europa-Staatsminister der Bundesregierung, Michael Roth, kandidiert für den Vorsitz der Bundes-SPD. Der 48-Jährige kündigte am Dienstagabend an, sich im Duo mit der ehemaligen nordrhein-westfälischen Familienministerin Christina Kampmann bewerben zu wollen.

Es ist das erste Duo, das sich nach dem Rücktritt von Andrea Nahles für den SPD-Parteivorsitz bewirbt. "Wir wagen es und freuen uns auf Eure Unterstützung!", schrieb Roth auf Twitter. "Danke an die wunderbare Christina Kampmann, dass wir gemeinsam auf eine große Reise gehen!"

Wir wagen es und freuen uns auf Eure Unterstützung! Danke an die wunderbare @c_kampmann , dass wir gemeinsam auf eine große Reise gehen! #spd #doppelspitze #herzundhaltung #gemeinsamdwnaufbruchwagen

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"Wir vertrauen uns gegenseitig"

"Wir beide vertrauen uns gegenseitig. Deshalb trauen wir es uns zu, in einer schwierigen Lage als Team für den Parteivorsitz anzutreten", sagte Kampmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Roth sagte, die SPD werde derzeit "bestenfalls als ordentlich arbeitender Reparaturbetrieb, aber nicht als spannender Ort großer Debatten und Visionen wahrgenommen". "Das wollen wir ändern."

Roth sitzt seit 1998 im Bundestag und ist seit 2013 Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt. Die NRW-Landtagsabgeordnete Christina Kampmann (38) war von 2015 bis 2017 Familienministerin in ihrem Bundesland.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Michael Roth peilt den SPD-Vorsitz im Doppelpack an

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Zweierteams sollen sich vor der Wahl finden

Kandidaten für Nahles' Nachfolge haben bis zum 1. September Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Dabei hat der Parteivorstand auch ausdrücklich Teams zur Kandidatur ermutigt - auf dem Wahlparteitag im Dezember soll die Möglichkeit einer Doppelspitze in die Satzung der SPD aufgenommen werden.

Anders als bei anderen Parteien sollen sich die Zweierteams schon vor der Wahl finden und zusammen antreten. Potenzielle Kandidaten müssen von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband nominiert werden.

Aktuell wird die SPD kommissarisch von dem Trio Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz), Manuela Schwesig (Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern) und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD-Hessen-Vorsitzender) geführt. Alle drei schlossen eine Bewerbung um den Parteivorsitz aus.

Sendung: hessenschau, hr-fernsehen, 03.07.2019, 19.30 Uhr