Zoran Zaev und Alexis Tsipras

Sie legten den Streit ihrer beiden Länder um den Namen "Mazedonien" bei. Dafür werden Nordmazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev und der ehemalige Ministerpräsident von Griechenland, Alexis Tsipras, mit dem Hessischen Friedenspreis 2020 ausgezeichnet.

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Die beiden Politiker werden für die Schlichtung des seit der Unabhängigkeit Mazedoniens geführten Namensstreits geehrt, teilten Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) und das Kuratorium am Montag in Wiesbaden mit.

"Diplomatisches Kunststück"

Nach knapp 30 Jahren erzielten Zaev und Tsipras im Konflikt ihrer Länder um den Namen "Mazedonien" eine Einigung. Damit sei ihnen ein "wahrhaft diplomatisches Kunststück" gelungen, denn eine andauernde Fehde der beiden Nachbarländer hätte die gesamte Balkanregion destabilisiert, erklärte Rhein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Zoran Zaev und Alexis Tsipras erhalten Friedenspreis

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Der Name des 1991 neu entstandenen Staates lautet nun "Republik Nordmazedonien". "Wir ehren mit dem Hessischen Friedenspreis zwei Menschen, die sich für Frieden und Völkerverständigung eingesetzt haben, und denen es gelang, einen Konflikt, der tief in die Geschichte zurückreicht, zu lösen", begründete Rhein die Entscheidung.

Die Streitbeilegung sei ein Beispiel der Aussöhnung in der Region und in Europa insgesamt, teilte Kuratoriumsmitglied Nicole Deitelhoff mit. "Mit dem Abkommen geht die Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Nordmazedonien und Griechenland einher."

Von Abiy Ahmed bis zum Dalai Lama

2019 war Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed für seine Leistung beim historischen Friedensschluss mit dem Nachbarstaat Eritrea geehrt worden, im gleichen Jahr erhielt er später auch den Friedensnobelpreis. 2018 zeichnete die Stiftung die Ärztin Sebnem Korur Fincanci für ihren Kampf gegen Folter und andere Menschenrechtsverletzungen in der Türkei aus.

Zu den früheren Preisträgern zählen auch der Dalai Lama, der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim und die UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte.

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Hessischer Friedenspreis

Der Hessische Friedenspreis wurde 1993 vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald (SPD) und der von ihm begründeten Stiftung ins Leben gerufen. Er wird an Menschen vergeben, die sich um die Völkerverständigung und um den Frieden verdient gemacht haben. Dotiert ist er mit 25.000 Euro.

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Sendung: hessenschau, hr-fernsehen, 14.12.2020, 19.30 Uhr