Dach des Finanzamts Frankfurt mit Hütchen-Ornamenten

Aus fünf mach' eins: In Frankfurt will das Land Hessen aus den einzelnen Finanzämtern eine einzige Mega-Behörde machen. Und nicht nur dort. Das soll auch mehr Steuergerechtigkeit schaffen.

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hs
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Es sollen "zukunftsfähige Strukturen für die besonderen Herausforderungen der Ballungsräume" geschaffen werden - deswegen plant Hessen die Zusammenlegung von Finanzämtern in größeren Städten. Das Land befinde sich mitten in der Umsetzung der Strukturmaßnahmen für die Steuerverwaltung und starte "absehbar" mit der Fusion von Finanzämtern in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Offenbach, teilte eine Sprecherin des Finanzministeriums mit.

Die Frankfurter Rundschau hatte zuvor berichtet, dass zu einem künftigen Frankfurter "Mega-Finanzamt" - dann zusammengelegt aus den fünf bisherigen Ämtern - 1.200 Dienstposten gehören sollen. In den fusionierten Behörden in Kassel wären es demnach 630, in Wiesbaden 540 und in Offenbach 400 Posten.

Abbau von Doppelstrukturen

Dadurch könnten Doppelstrukturen abgebaut werden, hieß es aus dem Finanzministerium. Zudem ermögliche die Bündelung von Arbeitsbereichen eine weitere Spezialisierung der Teams "und damit schlussendlich eine weitere Steigerung der Durchschlagskraft im Kampf um mehr Steuergerechtigkeit und gegen Steuerkriminalität".

Die bereits seit längerem geplanten Fusionen sind Teil der laufenden Strukturreform der hessischen Steuerverwaltung. Dazu gehört etwa auch die Verlagerung von Stellen in ländliche Regionen.

"Gratwanderung zwischen Mega-Amt und Moloch"

Diese Umstrukturiering "birgt Chancen, aber auch Risiken", sagte der hessische Landesvorsitzende der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, Michael Volz, der Frankfurter Rundschau. Durchlässigkeit und die Aufstiegschancen könnten so zwar erhöht werden, doch müsse zunächst eine "Gratwanderung zwischen Mega-Amt und Moloch" bewältigt werden. 

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