Der Suizid einer 17-Jährigen in Frankfurt wird ein politisches Nachspiel im Landtag haben.

Nach hr-Informationen nahm sich das Mädchen Anfang vergangener Woche das Leben. Das Jugendamt hatte sie in die Obhut eines Vereins zur Betreuung Jugendlicher in schweren Lebenslagen gegeben.

Die Abgeordnete der Linkspartei, Christiane Böhm, will von Sozialminister Klose von den Grünen wissen, ob es Erkenntnisse über Versäumnisse des Trägers bei der Betreuung des Mädchens gibt. Der Abgeordnete Yanki Pürsün von der FDP sieht Klärungsbedarf, ob beim Jugendamt oder dem Verein, in dessen Obhut sie zuletzt war, eine Suizidgefährdung bekannt war.

Laut Gesetz dürfen Jugendämter Jugendliche bis 18 Jahre in Obhut nehmen. In solchen Fällen können sie die jungen Menschen auch gegen ihren Willen in die Hände von Betreuern geben. Das Jugendamt Frankfurt erklärte auf hr-Anfrage, es sehe in dem Fall keine Versäumnisse des Trägers.

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Hilfe bei Suizid-Gedanken

Wenn Sie verzweifelt sind und in einer bedrückenden Lebenssituationen keinen Ausweg sehen: Suchen Sie sich Hilfe bei anderen Menschen. Das kann ein Gespräch mit Familienangehörigen oder Freunden sein. In seelische Krisen könne man immer wieder mal geraten, das sei nichts Unnormales, sagen Psychologen. Deshalb gibt es Hilfe und professionelle Beratungsangebote. Hier können Sie auch anonym bleiben. Die Telefonseelsorge ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unter der Rufnummer 0800/1110111 erreichbar.

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