Hessischen Polizisten stehen nach Einschätzung der FDP und der Gewerkschaft der Polizei viel zu wenige Smartphones zur Verfügung.

Mehr als 3.000 mobile Endgeräte wie Internet-Handys und Tablet-Computer seien derzeit bei der Polizei vorhanden, teilte das Innenministerium auf eine Landtagsanfrage der FDP-Fraktion mit. In Hessen gibt es derzeit bei der Polizei mehr als 14.000 Vollzugsbeamte. Bis weitgehend alle versorgt seien, werde bis zum Jahr 2023 dauern, erklärte das Ministerium.

Die FDP sprach von einem "eklatanten Versäumnis". Kritik kommt auch von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). "Andere Bundesländer wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen haben Hessen überholt, obwohl sie viel mehr Polizisten haben", sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Jens Mohrherr.

Mit den vorhandenen Smartphones könnten Fahndungsabfragen erledigt und Ordnungswidrigkeiten erfasst werden, erklärte das Innenministerium. Auch ein polizeilicher Messenger mit dem Namen HePolChat sei vorhanden. Zu den 3.000 Smartphones und Tablets kämen mehr als 4.000 Notebooks, die auch mobil betrieben werden könnten. Für weitere Smartphones sowie App-Entwicklung und Lizenzen seien bis 2023 jährlich zwischen 2,5 und 5,0 Millionen Euro eingeplant.