Andreas Siebert

Das Landratsamt im Kreis Kassel bleibt in Händen der SPD: Andreas Siebert setzte sich bei der Direktwahl klar durch.

Bei der Landratswahl im Kreis Kassel hat sich Andreas Siebert durchgesetzt. Der Sozialdemokrat beerbt seinen Parteikollegen Uwe Schmidt, der sich nach zwei Amtszeiten an der Verwaltungsspitze nicht erneut zur Wahl gestellt hatte. "Die Themen bleiben aber die gleichen, die uns im Landkreis Kassel umtreiben", sagte Siebert am Sonntagabend.

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Andreas Siebert (50) war bisher Vize-Landrat. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Niestetal setzte sich mit 58,9 Prozent gegen ein Mitberwerber-Trio durch.

CDU-Konkurrent mit 25,4 Prozent weit abgeschlagen

Andreas Mock von der CDU kam bei Wahl am Sonntag auf 25,4 Prozent. Der Regierungsoberrat hatte sich zuvor in Baunatal schon zweimal um das Amt des Bürgermeisters beworben und ist dort Stadtrat. Seit zehn Jahren sitzt er zudem für die CDU im Kreistag und ist seit zwei Jahren auch Fraktionsvorsitzender.

Björn Sänger, ein 45 Jahre alter Unternehmensberater aus Ahnatal, brachte es für die FDP auf 9,1 Prozent. Jürgen Kehr trat für die Linke an und erhielt 6,7 Prozent.

Designierter Landrat Siebert will schnelles Internet ausbauen

SPD-Mann Siebert hatte vor der Wahl ankündigte, weiter in die Schulen investieren zu wollen. Er lege einen Schwerpunkt auf die Digitalisierung und den Breitbandausbau für schnelleres Internet in den Kommunen. "Wir haben da gemeinsam noch sehr viel zu tun", so Siebert.

Das wohl wichtigste Thema vor der Wahl war wohl der immer noch schleppende Internet-Ausbau im ländlichen Raum. In der Vergangenheit wurden zwar Anstrengungen unternommen, doch von einer flächendeckenden Versorgung ist der Landkreis noch weit entfernt. Das sorgt für Frust bei Anwohnern und Gewerbetreibenden.

Der Kreis Kassel mit seinen 237.000 Einwohnern gilt als SPD-Hochburg. In 23 von 28 Kommunen sowie im Kreistag waren die Sozialdemokraten bisher stärkste Kraft.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 14.03.2021, 19.30 Uhr