Portrait von Winfried Becker.

Es war knapp, aber es hat für Amtsinhaber Winfried Becker gereicht: Der SPD-Mann setzte sich bei Landratswahl im Schwalm-Eder-Kreis gegen drei Mitbewerber durch.

In der SPD-Hochburg des Schwalm-Eder-Kreises hat Amtsinhaber Winfried Becker das Landratsamt verteidigt. Er setzte sich im ersten Wahlgang bei der Direktwahl gegen drei Konkurrenten durch - aber knapp.

"Ich freue mich ungemein und bin sehr, sehr dankbar sagen zu können: Es hat geklappt", sagt Becker am Sonntagabend. Der Kreis ist seit Jahrzehnten fest in SPD-Hand. Alle fünf bisherigen Landräte waren Sozialdemokraten.

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Becker kam am Sonntag auf 51,5 Prozent der Stimmen. Die CDU bot Michael Schär auf, der 20,7, Prozent erhielt. Die Grünen hatten Stefanie Pies nominiert. Sie bekam 11,2 Prozent. Die Hoffnungen der Freien Wähler (FW) ruhten auf Christoph Pohl. Er erhielt 16,6 Prozent.

Eines der Top-Themen in der Region ist der umstrittene Weiterbau der A49 zwischen Neuental-Bischhausen und der A5 bei Gemünden (Felda). Seit mehr als 20 Jahren leiden die Menschen an der B3 zwischen Bad Zwesten, Jesberg und Gilserberg unter viel Verkehrslärm. Der Lückenschluss der A49 wird deshalb von vielen Menschen im Kreis herbeigesehnt. Im nördlichen Kreisgebiet haben die Menschen aber auch Sorge wegen des erwarteten steigenden Verkehrsaufkommens.

Boom im Norden, Landflucht im Süden

Für Diskussion sorgen auch der Neubau des Krankenhauses in Melsungen, die Errichtung eines großen Logistikzentrums in Edermünde und Pläne zur Ausweitung von Massentierhaltung mit großen Mastställen.

Der Kreis ist flächenmäßig der zweitgrößte Landkreis in Hessen, er hat aber nur knapp 180.000 Einwohner. Der Norden boomt, es gibt viele neue Baugebiete. Im Süden ist Landflucht zu beobachten, es gibt viel Leerstand in Häusern und Geschäften.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 14.03.2021, 19.30 Uhr