Hessens SPD-Fraktion macht sich für eine frühere und bessere Berufs- und Studienberatung in der Schule sowie eine Stärkung der dualen Ausbildung stark.

In allen Schulformen sollte bereits ab der fünften Klasse eine verbindliche Berufsorientierung erfolgen, sagte die Vize-Fraktionsvorsitzende Gnadl am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden. Die Verankerung des Schulfachs Arbeitslehre sollte auch an Gymnasien Pflicht sein.

Knapp ein Viertel der jungen Menschen in Hessen sei ohne berufsqualifizierten Abschluss. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe sei zurück gegangen.

Lotz verteidigt Initiativen

Derweil hat Kultusminister Lorz (CDU) die Initiativen des Landes für Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung oder ein Studium gegen die Kritik der Opposition verteidigt. Es werde seit Jahren daran gearbeitet, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung zu erreichen und das Schulsystem durchlässiger zu machen, sagte Lorz am Mittwoch. Der Staat könne beim Übergang von der Schule in den Beruf aber nicht alles alleine leisten, die Wirtschaft dürfe nicht aus der Verantwortung entlassen werden.