Nach den jüngsten Aussagen des Hauptverdächtigen im Mordfall Lübcke werden im Landtag die Rufe nach einem Untersuchungsausschuss lauter.

Die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses erscheine mittlerweile unausweichlich, erklärte der FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Müller am Donnerstag. "Dessen Aufgabe muss es dann sein, zu klären, warum Stephan E. aus dem Blick des Verfassungsschutzes geraten ist." Zuvor hatte bereits der Linken-Politiker Herman Schaus Aufklärung darüber gefordert, ob hinter der Tat ein größeres rechtsextremistisches Netzwerk stecke. Der beschuldigte Stephan Ernst hatte am Mittwoch ausgesagt, den tödlichen Schuss auf den im Juni 2019 erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) habe nicht er, sondern ein zweiter Täter versehentlich abgegeben.