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Ehemaliger Landrat Erich Pipa gestorben

Der ehemalige Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, starb am Osterwochenende.

Der ehemalige Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, ist tot. Er starb im Alter von 73 Jahren. Pipa war zwölf Jahre Landrat. Wegen seines Engagements für Flüchtlinge war er zum Ende seiner Amtszeit wiederholt bedroht worden.

Der ehemalige Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa, ist am Osterwochenende gestorben. Die SPD, der Pipa angehörte, teilte am Montag mit, der 73-Jährige sei nach schwerer Krankheit gestorben.

"Der Main-Kinzig-Kreis verliert eine herausragende Persönlichkeit, die durch ihre klare Haltung, ihren Mut und ihre Leidenschaft fürs Politikmachen weit über unsere Kreisgrenzen bekannt und geschätzt wurde", erklärte Landrat Thorsten Stolz (SPD) im Namen des Main-Kinzig-Kreises. "Erich Pipa war ein unermüdlicher Streiter für soziale Gerechtigkeit und einen modernen, zukunftsfähigen Landkreis."

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Erich Pipa - Lokalpolitiker, bundesweit bekannt

Erich Pipa steht vor einem Solidaritätsplakat
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Pipa war von 2005 bis 2017 Landrat. Zuvor war er Sozialdezernent des Kreises. 2017 hatte er sich aus der aktiven Politik zurückgezogen. Bundesweit bekannt wurde Pipa mit seinem Vorstoß, die Betreuung und Integration von Langzeitarbeitslosen im Kreis selbst in die Hand zu nehmen. Anlässlich eines Richtfests in einer Erstaufnahme für Flüchtlinge in Schlüchtern betonte er: "Das Boot ist nicht voll."

Wegen seines Engagements für Flüchtlinge wurde er zum Ende seiner Amtszeit wiederholt bedroht. Davon zeigte er sich unbeeindruckt: "Nichts tun, würde Schweigen bedeuten. Ich werde mich nicht einschüchtern lassen." Im Oktober 2015 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Die CDU nahm die Nachricht vom Tod Pipas mit Respekt vor seiner Lebensleistung auf. "Mit seinem Tod verliert der Main-Kinzig-Kreis eine politische Persönlichkeit, die sich über den Kreis hinaus Anerkennung erworben, aber auch im Main-Kinzig-Kreis in seinen rund drei Jahrzehnten hauptamtlicher Tätigkeit viele wegweisende Entscheidungen vorangebracht hat", teilte die CDU mit.

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