Zwangspause wegen Sicherheitsmängel beendet: Nach dem Austausch schadhafter Bolzen am Rotor ist in Fritzlar der erste Kampfhubschrauber Tiger wieder abgehoben.

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hs
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Um kurz vor zehn Uhr am Montagvormittag war es soweit: Ein Kampfhubschrauber der Bundeswehr vom Typ Tiger hob am Stützpunkt des Kampfhubschrauberregiments 36 in Fritzlar (Schwalm-Eder) nach einer zweiwöchigen Zwangspause wieder zu seinem ersten regulären Übungsflug ab.

Zuvor mussten bei den Tiger-Kampfhubschraubern jeweils sechs mangelhafte Bolzen in der Rotorsteuerung ausgetauscht werden. Ein Sprecher der Bundeswehr sagte dem hr, in den zurückliegenden Tagen seien die schadhaften Bolzen überprüft und bereits an sechs Hubschraubern ausgetauscht worden. Die mangelhaften Teile an den weiteren 30 Hubschrauber würden ebenfalls zeitnah ersetzt. Die Bolzen sind 4,8 Zentimeter lang und kosten nur wenige Euro.

Zwangspause für Reparatur

Rund zwei Wochen mussten sämtliche Tiger-Kampfhubschrauber aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben. Die schadhaften Bolzen waren Anfang August bei einer Inspektion des Herstellers aufgefallen. Eine Expertenrunde aus Vertretern der Bundeswehr und des Herstellers entschied in der Folge den Austausch der Bolzen. Vorsorglich wurde zudem der Flugbetrieb für die Kampfhubschrauber ausgesetzt.

Fritzlar ist der einzige deutsche Standort für diese Kampfhubschrauber, dort sind 36 Tiger-Kampfhubschrauber stationiert. Weitere 17 stehen in einem deutsch-französischen Ausbildungszentrum im Süden Frankreichs.