Die Demonstranten in Frankfurt

Seit Monaten protestieren Schüler für mehr Klimaschutz - auch während der Unterrichtszeit. Damit muss künftig Schluss sein, fordert Hessens Kultusminister Lorz unter der Androhung von Konsequenzen. Die Demonstranten hätten ihr Ziel schon erreicht.

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zum Video Minister fordert Aus für "Fridays for Future"

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Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat Schülerinnen und Schüler aufgefordert, ihre Fridays-for-Future-Demonstrationen nach den Sommerferien zu beenden. Die Proteste hätten ihr Ziel erreicht, sagte Lorz der Wochenzeitung "Die Zeit".

Der Klimaschutz sei als zentrales Thema in Politik und Medien angekommen. Jetzt noch weiter der Schule fernzubleiben, bringe nichts.

Bußgelder nicht ausgeschlossen

Sollten die Streiks fortgesetzt werden, könnten die Behörden schärfer dagegen vorgehen, so Lorz. Bußgelder seien nicht auszuschließen: "Wenn sich ein harter Kern bildet, der freitags gar nicht mehr erscheint, müssen wir zu entsprechenden Mitteln greifen." Wer zu einer Demo gehe, die nicht Teil einer Lehrveranstaltung sei, fehle unentschuldigt - mit allen Folgen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lorz appelliert an Fridays-for-Future-Demonstranten

Kultusminister Alexander Lorz (CDU)
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Lorz, der zurzeit auch Präsident der Kultusminister-Konferenz ist, betonte, für zivilen Ungehorsam gebe es keine Vollkaskoversicherung. "Wer sich entscheidet, nicht zur Schule zu gehen, bezahlt dafür einen Preis, denn er muss nacharbeiten, aufholen und sich kümmern."

In der Vergangenheit hatte Lorz die Fridays-for-Future-Demonstranten schon mehrmals gewarnt und an die Schulpflicht erinnert.

Sendung: hr-iNFO, 10.07.19, 17:00 Uhr