Nach dem Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke wird Hessens Verfassungsschutz alle ihm bekannten Rechtsextremisten überprüfen - auch die, die als nicht mehr aktiv gelten. Das kündigte Innenminister Peter Beuth (CDU) an.

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Innenminister Peter Beuth (CDU) will nach den Erfahrungen mit den Ermittlungen im Mordfall Walter Lübcke neue Maßnahmen ergreifen: "Unser Verfassungsschutz wird sich übrigens noch einmal alle Rechtsextremisten genau anschauen, die als 'abgekühlt' gelten", sagte Beuth im Interview mit der "Welt am Sonntag". "Jeder mit einer extremistischen Vergangenheit, der inzwischen wieder als integriert gilt, wird noch einmal überprüft."

Die hessische Polizei intensiviert laut Beuth darüber hinaus ihren Kampf gegen Rechtsextremismus mit einer besonderen Aufbauorganisation. "Natürlich stelle ich mir die Frage, wie und ob der Mord hätte verhindert werden können", meinte Beuth.

Lübcke aus nächster Nähe erschossen

Kassels Regierungspräsident war Anfang Juni aus nächster Nähe vor seinem Haus in Wolfhagen erschossen worden. Zuvor war er in den sozialen Medien bedroht worden.

Die Ermittlungen in dem Fall führt die Bundesanwaltschaft, die von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat ausgeht. Der Tatverdächtige Stephan E. legte nach seiner Festnahme zunächst ein Geständnis ab, zog dieses später aber wieder zurück.

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Peter Beuth vor dem Untersuchungssausschuss in Wiesbaden

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Beuth kündigt neue Überprüfungswelle an

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