Nancy Faeser SPD

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hessens SPD-Vorstand nominiert Faeser als Schäfer-Gümbel-Nachfolgerin

Sie soll die hessische SPD in eine erfolgreichere Zukunft führen: Nancy Faeser ist vom Landesvorsitz der Partei als Nachfolgerin von Thorsten Schäfer-Gümbel nominiert worden. Die 48-Jährige nannte sogleich ihre dringlichsten Anliegen.

Der Vorstand der hessischen SPD hat sich für Generalsekretärin Nancy Faeser als Nachfolgerin von Thorsten Schäfer-Gümbel an der Spitze der Landespartei ausgesprochen. Das teilte die Partei nach einer Klausurtagung des Vorstands am Sonntag in Butzbach mit. Schäfer-Gümbel geht im Herbst zur Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und gibt seine politischen Ämter auf. Daher tritt er beim Parteitag im November nicht mehr an.

Nach der Nominierung durch den Vorstand in Butzbach sagte Schäfer-Gümbel einer Mitteilung zufolge, Faeser verfüge über lange politische Erfahrung auf kommunaler und auf Landesebene. Der Landesvorstand habe ein klares Zeichen gesetzt, indem er sie mit großer Mehrheit, bei einer Enthaltung von ihr selbst und ohne Gegenstimme nominiert habe.

"Neue Impulse setzen"

Faeser, die seit Februar 2014 Generalsekretärin der hessischen SPD ist, kündigte an: "Ich möchte für den Fall meiner Wahl zur Landesvorsitzenden bisherige Schwerpunkte, wie die Themen Bildung, Mobilität und Wohnen fortführen, aber auch neue Impulse setzen."

Details auch zum weiteren Vorgehen wollen die in Bad Soden (Main-Taunus) geborene Faeser und Schäfer-Gümbel am Montag in Wiesbaden bekanntgeben. Wer Schäfer-Gümbel an der Spitze der sozialdemokratischen Landtagsfraktion folgen soll, ist derweil noch offen.

Schweres Erbe

Im jüngsten Hessentrend hatte die SPD sechs Monate nach der Landtagswahl erneut keinen Aufwärtstrend erkennen lassen. In der Umfrage, die das Institut infratest dimap für den hr durchführte, kommt die Partei auf 19 Prozent. Damit liegen die Sozialdemokraten nicht nur 0,8 Prozentpunkte unter dem Wahlergebnis, es ist auch für die SPD der schlechteste Wert in einem Hessentrend, der bisher gemessen wurde. Die Partei aus der Krise zu führen, trauten Faeser nur 23 Prozent der Befragten zu.

Sendung: hr-iNFO, 5.5.2019, 19 Uhr