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Audioseite Frankfurter Stadtregierung wählt neuen Magistrat

Blick auf die Häuserzeile am Römer in Frankfurt.

Ein halbes Jahr nach der Kommunalwahl hat Frankfurts neue Koalition ihren Magistrat gewählt. Der kommt nun mit einem zusätzlichen Dezernat daher - und die Stadt hat mit Nargess Eskandari-Grünberg eine neue Bürgermeisterin.

Sechs Monate nach der Kommunalwahl kann Frankfurts neue Stadtregierung nun ihre Arbeit aufnehmen: Das neue Bündnis aus Grünen, SPD, FDP und Volt will frischen Wind in den Römer bringen. Ihr wichtigstes Thema soll der Klimaschutz werden. Die neue Regierung will viel Geld investieren in regenerative Energien und in die Anpassung der Stadt an den Klimawandel.

Nachdem die bisherigen Dezernenten Uwe Becker, Jan Schneider, Daniela Birkenfeld (alle CDU) sowie Klaus Oesterling (SPD) ordnungsgemäß abberufen worden waren, wählten am Mittwoch Frankfurts Stadtverordnete im Römer in geheimer Abstimmung die neuen Magistratsmitglieder.

Nargess Eskandari-Grünberg ist neue Bürgermeisterin

Der neue hauptamtliche Magistrat wird künftig elf statt bisher zehn Dezernate umfassen. Das neue Dezernat für Digitales geht an die 25-jährige Eileen O’Sullivan von der Newcomer-Partei Volt. Sie ist damit wohl die jüngste Stadträtin in der Geschichte Frankfurts. "Beim Thema Digitalisierung möchte ich Hürden abbauen und die Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger insgesamt zugänglicher gestalten", sagte O’Sullivan.

Neuer Kämmerer wird Bastian Bergerhoff von den Grünen. Weitere Dezernenten von den Grünen sind: Rosemarie Heilig (Umwelt, Frauen), Stefan Majer (Gesundheit, Verkehr), Elke Voitl (Soziales) und die 56 Jahre alte Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg (Diversität und Anti-Diskriminierung).

Von der SPD bleiben Mike Josef (Planen, Wohnen, Sport), Sylvia Weber (Bildung, Bau) und Ina Hartwig (Kultur, Wissenschaft) im Amt, für die FDP sind neu dabei: Stephanie Wüst (Wirtschaft) und Annette Rinn (Recht, Sicherheit).

Die Kommunalwahl im März hatte für Frankfurt eine Zäsur bedeutet: Die CDU war nach 25 Jahren aus der Stadtregierung geflogen, die Grünen waren als Sieger aus der Wahl hervorgegangen - und kündigten den Aufbruch an, den sie nun umsetzen können.

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