Portraits von Michael Hundertmark und Manfred Wagner (von links nach rechts).

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Wetzlar kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Wagner und CDU-Herausforderer Hundertmark. Keiner der Kandidaten erhielt im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit.

Bei den fünf Oberbürgermeister-Wahlen wurde am Sonntagabend in Wetzlar am schnellsten ausgezählt. Doch einen Sieger, der sich im Feld der sechs Kandidaten die absolute Mehrheit sicherte, gab es beim Rennen ums Rathaus nicht. Deswegen kommt es in 14 Tagen zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Manfred Wagner (SPD) und Michael Hundertmark von der CDU.

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Wagner scheiterte knapp an der absoluten Mehrheit. Er kam auf 49,4 Prozent der Stimmen. Der 61-Jährige will eine zweite Amtszeit in der mittelhessischen Stadt. Der 33 Jahre alte Kreistagsabgeordnete Hundertmark kam auf 25,9 Prozent.

Gemischte Gefühle bei den Stichwahlkandidaten

Sein Ziel sei die Stichwahl gewesen, deshalb sei er mit dem Ergebnis sehr zufrieden. "Ich bräuchte wahrscheinlich zehn Hände, um die ganzen Glückwünsche abzuarbeiten, die mich per Handy erreichen", sagte Hundertmark am Sonntagabend.

Nicht ganz so zufrieden ist Amtsinhaber Wagner: "Natürlich hätte ich lieber noch so 0,7 Prozent mehr gehabt, um über der Durstmarke zu sein." Bei sieben Kandidaten habe er aber mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Wagner zeigt sich zuversichtlich, dass er das Amt bei der Stichwahl in zwei Wochen verteidigen kann.

Von den weiteren fünf Bewerbern erreichte keiner mehr als zehn Prozent: Christoph Wehrenfennig (FDP) 8,2 Prozent, Lothar Mulch (AfD) 6,6 Prozent, Hermann Schaus (Linke) 5,0 Prozent, Dominic Harapat (Die Partei) 4,1 Prozent und Thomas Hantusch von der NPD mit 0,9 Prozent.

Stadtverordnetenversammlung: SPD vorn, Grüne legen stark zu

Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung behauptete sich die SPD dem Trendergebnis zufolge mit 28,3 Prozent als stärkste Kraft - nach 32,2 Prozent bei den letzten Kommunalwahlen allerdings mit einem deutlichen Verlust. Die CDU bleibt mit 25,4 Prozent (2016: 26,6) zweitstärkste Kraft. Die Grünen legen mit 15,0 Prozent stark zu (2016: 9,0). Auf den Plätzen landen die Freien Wähler (7,2 Prozent), die FDP (6,8 Prozent), die AfD (6,6 Prozent), die Linke (6,1 Prozent), Die Partei (3,4 Prozent) und die NPD (1,1 Prozent).

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 14.03.2021, 19.30 Uhr