Peter Tauber

Peter Tauber sieht seine Zukunft nicht mehr in der Politik. In einem Schreiben an die Mitglieder seines hessischen Wahlkreises erläutert der gebürtige Frankfurter und einstige Generalsekretär der Bundes-CDU die Gründe für seinen Rückzug.

Der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber beendet seine politische Karriere. In einem Brief an die Mitglieder seines hessischen Wahlkreises (Main-Kinzig/Wetterau II/Schotten) kündigte der jetzige Verteidigungs-Staatssekretär an, zur Bundestagswahl 2021 nicht mehr kandidieren zu wollen.

Lebensmittelpunkt in Gelnhausen

"Persönliche und familiäre Gründe haben mich nach reiflicher Überlegung zu dieser Entscheidung bewogen", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. "Dabei spielen nicht nur meine gesundheitliche Situation, sondern auch die Vorstellung, noch einmal neue berufliche Herausforderungen zu suchen und anzunehmen, eine Rolle", schreibt Tauber weiter.

Tauber ist gebürtiger Frankfurter und lebt mit seiner Familie in Gelnhausen (Main-Kinzig). Es sei kein Geheimnis, dass Familie ihm viel bedeute und er dort seinen Lebensmittelpunkt sehe. "Auf Dauer ist die Aufgabe in Berlin dem abträglich."

Lebensgefährliche Operation

Ende 2017 machte Tauber seine Darmerkrankung Divertikulitis öffentlich, wegen der er sich kurz darauf einer Operation unterzog. Dabei kam es zu lebensgefährlichen Komplikationen. Daraufhin legte er sein Amt als Generalsekretär der Bundes-CDU, das er seit 2013 inne hatte, nieder.

Der 46-jährige Tauber sitzt seit 2009 im Bundestag. Von 1993 bis 2007 war er Stadtverordneter in Wächtersbach (Main-Kinzig), 2003 wurde Tauber zum Vorsitzenden der Jungen Union Hessen gewählt.

Sendung: hr-iNFO, 18.10.2020, 23 Uhr