Protest gegen NPD-Veranstaltung am Samstag in Altenstadt.

Rund 200 Menschen haben am Samstag in Altenstadt gegen ein Treffen von NPD-Mitgliedern demonstriert. Von den Rechtsextremisten kamen nur rund halb so viele wie ursprünglich erwartet.

Zwei Wochen vor den Kommunalwahlen in Hessen hatten sich für Samstag in Altenstadt (Wetterau) führende NPD-Vertreter zu einem Treffen angekündigt. Dazu erschienen nach Angaben der NPD 78 Teilnehmer. Die Polizei hatte von 30 bis 50 Mitgliedern der rechtsextremen Partei berichtet, die nach Altenstadt gekommen seien. Angemeldet waren 100.

In der Altenstadthalle sollten der NPD-Bundesvorsitzende Frank Franz und sein Vorgänger Udo Voigt sprechen. Gastgeber waren der NPD-Landesvorsitzende Daniel Lachmann sowie Stefan Jagsch, der 2019 international Schlagzeilen machte.

Ihm war der Coup gelungen, im Ortsteil Waldsiedlung mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP zum Ortsvorsteher gewählt zu werden. Nach viel Kritik wählte das Gremium Jagsch nach sechs Wochen wieder ab.

Rund 200 Gegendemonstranten

In der Nähe des Veranstaltungsorts demonstrierten rund 200 Menschen unter dem Motto "NPD - raus aus den Parlamenten". Mehrere Redner bezeichneten die NPD als menschen- und verfassungsfeindlich. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Es kam aber zu keinen Zwischenfällen.

Für den NPD-Landesverband heißt es bei der Kommunalwahl, die Mandate in den Kreistagen der Wetterau und des Lahn-Dill-Kreises sowie in den Stadtparlamenten von Altenstadt, Wetzlar, Büdingen und Leun zu verteidigen. Dort hatten die Rechtsextremen bei der Kommunalwahl 2016 teilweise mehr als zehn Prozent der Stimmen geholt.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 27.02.2021, 19:30 Uhr