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Ute Wellstein im Sommerinterview mit Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD)

Im hr-Sommerinterview macht der scheidende Chef der Hessen-SPD den Fortbestand der Großen Koalition in Berlin von Fortschritten beim Thema Klimaschutz abhängig. Für sich selbst schließt er eine Rückkehr in die Politik nicht gänzlich aus.

Der scheidende hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel sieht den Klimaschutz als Prüfstein für den Fortbestands der Großen Koalition in Berlin: "Wir werden im September den Monat der Entscheidungen zu großen, wichtigen Klimaschutzentscheidungen haben", erklärte Schäfer-Gümbel im hr-Sommerinterview am Frankfurter Flughafen. "Wenn wir beim Klimaschutz nicht vorankommen, dann hat die Koalition insgesamt ein großes Problem", so Schäfer-Gümbel weiter.

Stolz auf Verhalten in der Flüchtlingskrise

Schäfer-Gümbel gehört derzeit zum kommissarischen Führungstrio der Sozialdemokraten auf Führungebene. Im März hatte er angekündigt, dass er sein Mandat und seine Parteiämter aufgeben werde.Im Oktober wechselt er als Vorstand zur Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ. Schäfer-Gümbel war seit Dezember 2008 Vorsitzender der Hessen-SPD. Seit Januar 2009 führte er auch die Fraktion im Landtag. Bei drei Landtagswahlen war er von seiner Partei als Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert.

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In der Rückschau auf sein politisches Wirken in Hessen sei er stolz darauf, dass die SPD unter seiner Führung 2015 nicht versucht habe, politisches Kapital aus der Flüchtlingskrise zu ziehen, sondern mit der Landesregierung zusammen gearbeitet habe, sagte Schäfer-Gümbel. "Ich glaube, dass wir einen der größten Beiträge zum gesellschaftlichen Frieden damit geleistet haben als SPD – auch wenn wir am Ende politisch nichts davon hatten."

Rückkehr nicht ausgeschlossen

Eine Rückkehr in die Politik schließt Schäfer-Gümbel unterdessen nicht kategorisch aus: "‘Sag‘ niemals nie‘, ist nicht nur das Motto eines schönen Bond-Films, sondern auch für das gesamte Leben. Wir haben in den letzten Jahren alle zusammen gelernt, dass man niemals nie sagen sollte."

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Hessens Spitzenpolitiker in den hr-Sommerinterviews

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