Die SPD-Fraktion im Landtag hält einen Staatsvertrag mit der liberal-islamischen Alevitischen Gemeinde für nötig.

Ein solcher Vertrag sei "Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung" und trage zu gesellschaftlichem Zusammenhalt bei, so die SPD in ihrem Antrag. Fraktionschef Schäfer-Gümbel verwies auf entsprechende Vereinbarungen in anderen Bundesländern. Ein Staatsvertrag könne alevitische Bestattungen, religiöse Feiertage oder die Gefängnisseelsorge regeln.

In Hessen leben rund 130.000 Aleviten. Sie legen den Koran nicht wörtlich aus. Männer und Frauen haben gleiche Rechte.