Jan Weckler (CDU), Stephanie Becker-Bösch (SPD)
Jan Weckler (CDU), Stephanie Becker-Bösch (SPD) Bild © Peter Kreft, Sebastian Göbel (Collage: hr)

Die Landratswahl im Wetteraukreis entscheidet sich per Stichwahl. Im ersten Wahlgang am Sonntag lag Jan Weckler von der CDU vorne, gefolgt von SPD-Kandidatin Stephanie Becker-Bösch. Die Wahlbeteiligung war gering.

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Im Wetteraukreis wird per Stichwahl über einen Landrat oder eine neue Landrätin entschieden. Laut dem vorläufigen Endergebnis erreichte kein Kandidat im ersten Wahlgang am Sonntag die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent.

Die meisten Stimmen entfielen auf Jan Weckler von der CDU. Er erreichte 44,3 Prozent der Stimmen und muss sich in zwei Wochen am 18. März mit Stephanie Becker-Bösch messen. Die SPD-Kandidatin kam auf 33,3 Prozent.

Weckler äußerte sich in der hessenschau "sehr zufrieden" und nannte sein Ergebnis eine "sehr gute Basis" für die Stichwahl. Seine Kontrahentin Becker-Bösch rechnet sich ebenfalls gute Chancen aus, wie sie in der hessenschau sagte.

Nicht einmal jeder Dritte ging wählen

Die Wahlbeteiligung lag bei 31,7 Prozent. Damit gab nicht einmal jeder dritte Wahlberechtigte seine Stimme ab. Knapp 233.000 Menschen im Wetteraukreis waren wahlberechtigt. Insgesamt waren vier Kandidaten angetreten: Thomas Zebunke von den Grünen kam auf 14,8 Prozent. FDP-Bewerber Daniel Libertus erhielt 7,5 Prozent der Stimmen.

Joachim Arnold (SPD) hatte den Posten des Landrats aufgegeben, um in die Geschäftsführung der Oberhessischen Versorgungsbetriebe (Ovag) zu wechseln, die mehrheitlich dem Wetteraukreis gehören. Bis zur Neuwahl führt Kandidat Weckler, der Erster Kreisbeigeordneter ist, die Kreisverwaltung.

Die Stichwahlkandidaten

Der 46 Jahre alte CDU-Politiker Weckler ist von Beruf Lehrer und seit Oktober 2016 Erster Kreisbeigeordneter. Als Schuldezernent ist er zuständig für Bildung, außerdem für Ordnungsrecht und Landwirtschaft. Beim Thema Bildung setzt Weckler in seinem Wahlprogramm auf mehr Schulsozialarbeiter und eine zentrale Stelle, die über Bildungsangebote berät. Als zentrale Projekte für die Infrastruktur nennt er den Ausbau der S-Bahn-Linie 6 zwischen Friedberg und Frankfurt, ein besseres Radwegenetz und die Sanierung von Kreisstraßen.

Becker-Bösch wäre die erste Frau auf dem Posten. Sie sitzt seit 2001 für die SPD im Kreistag und ist hauptamtliche Kreisbeigeordnete. 2016 wurde die 46 Jahre alte Juristin zur Sozialdezernentin gewählt. Neben sozialen Themen will Becker-Bösch mehr Unternehmen in die Region holen, auch um mehr Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Jeder Arbeitsplatz vor Ort könne auch den hohen Pendlerverkehr etwa nach Frankfurt entlasten.