Wegweiser Richtung Rathaus
Wegweiser Richtung Rathaus Bild © Imago Images

Stichwahlen in vier Kommunen: In Breuna, Herborn, Lorch und Runkel entscheiden die Bürger heute über die künftigen Stadtoberhäupter. In zwei Kommunen haben unabhängige Kandidaten die Amtsinhaber in die Stichwahl gezwungen.

Neben der Landeshauptstadt Wiesbaden entscheiden heute in vier weiteren hessischen Kommunen die Bürger über ihre künftigen Stadtoberhäupter. In Breuna (Kassel), Herborn (Lahn-Dill), Lorch (Rheingau-Taunus) und Runkel (Limburg-Weilburg) hatte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang am 26. Mai eine absolute Mehrheit erringen können.

Auffällig: In allen vier Kommunen haben es parteiunabhängige Kandidaten in die zweite Runde geschafft. In zwei Gemeinden könnten sie sogar die amtierenden Rathauschefs ablösen.

Breuna (Kassel)

Die beiden Kandidaten in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Breuna
Marco Ohme (links, unabhängig) und Jens Wiegand (unabhängig) Bild © Ruben-B.Emme / Nina Geppert

Wer auch immer in der 3.600 Einwohner zählenden Gemeinde am Ende das Rennen macht, fest steht bereits, dass eine Ära zu Ende geht. Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (SPD) trat nicht mehr zur Wiederwahl an - nach 30 Jahren im Amt.

Um seine Nachfolge hatten sich im ersten Wahlgang sechs Kandidaten beworben - allesamt parteilos. In der Stichwahl treten nun Marco Ohme (32,5 Prozent im ersten Wahlgang) und Jens Wiegand (31,1 Prozent) gegeneinander an.

Herborn (Lahn-Dill)

Die beiden Kandidaten in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Herborn
Katja Gronau und Jörg Kring (beide unabhängig) Bild © Silke Koch/Silas Koch

Nach Wiesbaden ist die Lahn-Dill-Kreis-Gemeinde die zweitgrößte Stadt, die an diesem Sonntag ihr Stadtoberhaupt bestimmt. Wie in Breuna war auch hier der Amtsinhaber Hans Benner (SPD) nach 18 Jahren im Amt nicht wieder angetreten. Und wie in Breuna schafften es zwei unabhängige Kandidaten in die Stichwahl.

Die 49-jährige Kriminaloberkommissarin Katja Gronau errang im ersten Wahlgang 43,3 Prozent der Stimmen. Ihr Kontrahent Jörg Kring war zuletzt Büroleiter der Herborner Stadtverwaltung. Auch Krings ist parteilos, wird jedoch von SPD, Grünen und FDP unterstützt. Er erreichte im ersten Wahlgang 31,3 Prozent der Stimmen.

Lorch (Rheingau-Taunus)

Die beiden Kandidaten in der Stichwahl in Lorch um das Amt des Bürgermeisters
Ivo Reßler (links, parteilos) und Jürgen Helbing (CDU) Bild © kalbacho-foto

Seit elf Jahren steht Jürgen Helbing von der CDU an der Spitze des Rheingau-Städtchens. Doch jetzt könnte ihn ein Parteiloser aus dem Amt drängen.

Im ersten Wahlgang lag der unabhängige Kandidat Ivo Reßler mit 45,8 Prozent knapp vor Helbing, der 44,8 Prozent auf sich vereinigen konnte.

Runkel ( Limburg-Weilburg)

Die Kandidaten in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Runkel
Friedhelm Bender (links, SPD) und Michael Kremer (unabhängig) Bild © Friedhelm Bender/ Foto-Ehrlich

Und auch in Runkel muss sich der amtierende Bürgermeister in der Stichwahl einem unabhängigen Kandidaten stellen. Friedhelm Bender (SPD) steht seit 2007 an der Spitze der Stadt. In der ersten Wahlrunde ging er als erster durchs Ziel und bekam 37,7 Prozent der Stimmen.

Sein Herausforderer ist der Ortsvorsteher des Stadtteils Runkel Michel Kremer. Der 33-Jährige hatte beim ersten Wahlgang 28,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 16.06.2019, 19.30 Uhr