Im Untersuchungsausschuss zum rassistischen Anschlag von Hanau könnten zunächst Hinterbliebene zu Wort kommen.

Der Vater eines der Opfer habe ihm signalisiert, dass es der Wunsch der Familien sei, möglichst am Anfang auszusagen, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Marius Weiß (SPD) der Frankfurter Rundschau (Dienstagsausgabe). "Ich halte das für sinnvoll und werde dem Ausschuss vorschlagen, diesem Wunsch zu entsprechen", sagte Weiß dem Blatt. Im Fokus des Ausschusses soll ein mögliches Behördenversagen bei der Tat vom 19. Februar 2020 stehen, bei der neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen wurden. Der 43 Jahre alte Täter hatte außerdem mutmaßlich seine Mutter und dann sich selbst getötet.