Joachim Schledt

Bei der Bürgermeisterwahl in Münster hat sich am Sonntag überraschend Herausforderer Joachim Schledt durchgesetzt. Die Abstimmung fand wegen der Corona-Krise ausschließlich per Briefwahl statt. Die Beteiligung konnte sich durchaus sehen lassen.

Schlappe für Amtsinhaber Gerald Frank (SPD) bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag in Münster (Darmstadt-Dieburg). Der bisherige Rathauschef unterlag seinem Herausforderer Joachim Schledt (unabhängig) und muss damit auf eine zweite Amtszeit verzichten.

Der von der CDU unterstützte Schledt kam auf 56,5 Prozent der Stimmen und setzte sich damit überraschend deutlich gegen Sozialdemokrat Frank (43,5 Prozent) durch.

Höhere Wahlbeteiligung als 2014

Die Wahl des Bürgermeisters in der 15.000-Einwohner-Gemeinde fand wegen der Sicherheitsvorkehrungen in der Corona-Krise ausschließlich per Briefwahl statt. Immerhin 62,3 Prozent der rund 11.000 Wahlberechtigten machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag damit rund 15 Prozentpunkte höher als vor sechs Jahren.

Bereits Ende März war in Wildeck (Hersfeld-Rotenburg) erstmals nur per Briefwahl abgestimmt worden. 49 weitere Bürgermeister-Direktwahlen, die zwischen dem 26. April und 25. Oktober vorgesehen waren, wurden verlegt und sollen frühestens ab dem 1. November stattfinden.

Sendung: hr-iNFO, 26.04.2020, 21 Uhr