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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Digitalministerin Sinemus lenkt ein

Digitalminsterin Kristina Sinemus in einem Gespräch vor dem Hessenwappen

Im Streit um ihre Israel-Reise Ende Juni hat Digitalministerin Sinemus nun eingelenkt. Sie kündigte nach dem medialen und politischen Druck an, sie werde Kosten für Hotel und Taxis privat bezahlen, die im Anschluss an ihre Delegationsreise entstanden waren.

Ende Juni war Digitalministerin Kristina Sinemus zunächst mit einer Delegation nach Israel gereist und dann zwei Tage länger geblieben. Das hatte sie dienstlich abgerechnet. Begründung: Am Samstag und am Sonntag habe es noch Termine gegeben, die sie vorher unter der Woche nicht habe absolvieren können.

Sinemus war durch einen Artikel in der FAZ unter Druck geraten. Darin wurde bezweifelt, dass die Termine am Wochenende - unter anderem ein Zeitungsinterview - wirklich nötig gewesen seien. Das hatte auch FDP und Linke auf den Plan gerufen, die Aufklärung gefordert hatten.

Es geht um gut 800 Euro

Die Ministerin bekräftigte jetzt, nach Abreise ihrer Delegation habe sie noch dienstliche Termine wahrgenommen. Sie wolle aber nicht den Anschein erwecken, als habe sie auf Staatskosten in Israel Freizeit verlebt.

Vertreter der Opposition hatten das Verhalten kritisiert und ein parlamentarisches Nachspiel im Digitalausschuss des Landtags angekündigt. Sie forderten die Ministerin auf, die Kosten privat zu tragen. Es geht um einen Betrag von gut 800 Euro.

Sendung: hr-iNFO, 25.7.2019, 18 Uhr