An der Hauptwache ist eine neue Videoüberwachungsanlage in Betrieb. Sie soll "ein Stützpfeiler" der Frankfurter Sicherheitsarchitektur werden - und Nachfolger an weiteren Standorten bekommen.

Audiobeitrag

Audio

Audioseite Hauptwache: Neue Videoüberwachung soll Frankfurt sicherer machen

Kameras einer Videoüberwachungsanlage hängen an der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt.
Ende des Audiobeitrags

Wenn es um den Nutzen von Videoüberwachung geht, lohnt ein Blick auf die Statistik des Frankfurter Polizeipräsidiums: In dessen Zuständigkeitsbereich registrierten Videokameras an zwei Standorten im vergangenen Jahr 733 Delikte. Die meisten davon Diebstähle. 2016 wurden dort noch 1.335 Straftaten aufgezeichnet.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill und der scheidende Stadtrat Markus Frank (CDU) wollen Frankfurt zu einer "noch sicheren Stadt" machen. Das betonten sie unisono am Dienstag im Polizeipräsidium, wo sie gemeinsam den Nutzungsvertrag für eine moderne Videoüberwachungsanlage unterschrieben. Diese soll künftig an der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt für mehr Sicherheit sorgen und bei der Aufklärung von Straftaten helfen.

"Stützpfeiler unserer komplexen Sicherheitsarchitektur"

"Eine moderne Videoanlage an sensiblen Orten ist dabei ein wichtiger Stützpfeiler unserer komplexen Sicherheitsarchitektur", sagte Frank. Die Kameras sind nun offiziell in Betrieb.

Sie zeichnen aus insgesamt fünf Perspektiven das Geschehen an der Hauptwache auf. Die Bilder laufen rund um die Uhr in der Leitstelle des Präsidiums ein. Der Polizei zufolge sei es so möglich, Straftaten und Gefahren frühzeitig zu erkennen und die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.

"Sie kann in Zukunft nicht nur zur Verhinderung von Straftaten, sondern auch wesentlich zur Aufklärung beitragen", sagte Bereswill über den Nutzen der Videoanlage. Zudem sei Videoüberwachung dazu geeignet, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger zu steigern.

Weitere Standorte sollen videoüberwacht werden

Die neue Anlage an der Hauptwache ist nur einer von mehreren mit der Stadt vereinbarten Standorten in Frankfurt, an denen künftig moderne Videoüberwachungsanlagen eingesetzt werden sollen. Laut Polizei werde voraussichtlich als nächstes eine weitere Anlage an der Konstablerwache installiert und in Betrieb genommen. Im Bahnhofsviertel und am Bahnhofsvorplatz sollen ebenfalls neue Kameras installiert werden.

In Hessen sind mittlerweile 279 Kameras in Betrieb, um öffentliche Plätze zu überwachen. Ziel ist, die Zahl der dort verübten Straftaten zu senken. Laut einer Antwort des hessischen Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag werden die Kameras in 20 Städten an 25 Orten eingesetzt. Nach Auskunft des Ministerium wurden vergangenes Jahr an damals noch 24 Standorten in 19 Städten insgesamt 2.265 Straftaten erfasst.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen