Der "Höhepunkt" im Hochtaunuskreis - der Große Feldberg.

Taunuswald mit dem Großen Feldberg und Flussauen an der Lahn - die Wahlkreis Hochtaunus bietet Abwechslung. Den Bewohnern geht es gut, nirgends leben mehr Millionäre. Der sterbende Einzelhandel bereitet allerdings Sorgen.

Die größten Herausforderungen

Der Bau von bezahlbarem Wohnraum wird für viele Kommunen eine Kraftanstrengung sein. Allein im Hochtaunus fehlen bis 2030 etwa 14.000 Wohnungen. Ein Problem für alle Städte im Wahlkreis ist der der sterbende Einzelhandel. In Weilburg soll jetzt ein Leerstands-Management für Vermietung und ein attraktives Angebot sorgen. Dafür gibt es Geld von der EU und dem Land Hessen. Aber es gibt auch Erfolge: Die Schutzschirmkommunen Löhnberg im nördlichen Teil des Wahlkreises wird genau wie der Landkreis Limburg-Weilburg voraussichtlich bald aus dem Landesprogramm für den Kommunalen Schutzschirm entlassen.

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Die Ausgangslage

Der Wahlkreis Hochtaunus gilt als CDU-Hochburg. Fünfmal hinter einander bekam der Direktkandidat der CDU bei den Bundestagswahlen die meisten Stimmen. Nach der Wahl 2013 zog Markus Koob in den Bundestag ein. Der 40-Jährige sitzt dort unter anderem im Finanzausschuss. Seit den Kommunalwahlen 2016 darf die AfD mit acht Sitzen auch im Kreistag mitbestimmen. Die FDP hat die gleiche Anzahl von Sitzen.

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Der Wahlkreis im Kurzporträt

Der Wahlkreis 176 ist ein Teil des jetzigen Hochtaunuskreises und des früheren Oberlahnkreises, heute Landkreis Limburg-Weilburg. Mal dunkler Taunuswald mit dem Großen Feldberg, mal romantische Flussauen an der Lahn. 19 Städte und Gemeinden gehören dazu. Mit einer Arbeitslosenquote zwischen im Juli 4,5 (Limburg-Weilburg) und knapp 4 Prozent (Hochtaunus), geht es zwar nicht allen Bewohnern gut, aber eine Armutsregion ist der Wahlkreis sicher nicht. Im Gegenteil. Besonders in dem Teil, in dem der Hochtaunuskreis liegt, leben Hessens Millionäre. Der Hochtaunuskreis gilt mit seinen Städten Bad Homburg und Oberursel als beliebter Wirtschaftsstandort in Hessen. Fresenius und Lily Deutschland haben hier ihren Sitz. Außerdem wird im Wahlkreis das berühmte Selters-Mineralwasser abgefüllt.

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Wer sind die Direktkandidaten?

Mit bewährten Köpfen gehen CDU, SPD und FDP in den Bundestagswahlkampf: Markus Koob von der CDU steht als aktuell direkt gewählter Abgeordneter wieder zur Wahl. Für die SPD geht zum zweiten Mal der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Schabedoth ins Rennen. 2013 zog er über die Landesliste in den Bundestag ein. Er ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Bei den Liberalen kämpft Stefan Ruppert für seinen Wiedereinzug in den Bundestag. Bei den Wahlen 2013 schaffte er den Sprung nach Berlin nicht.

Neue Gesichter gibt es  z.B. bei Bündnis90/Die Grünen, der drittstärksten Fraktion im Kreistag: Für sie kandidiert der frühere Geschäftsführer der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (heute GiZ), Wolfgang Schmitt. Für die AfD steht Andreas Lichert auf der Liste des Wahlausschusses. Im Herbst noch hatte die "Die Alternative für Deutschland“ Peter Münch nominiert. Wegen eines Formfehlers bei seiner Nominierung  musste die Wahl wiederholt werden, dabei schaffte es der AfD-Landessprecher nicht auf die Liste. Andreas Lichert ist Beisitzer im AfD-Landesverband Hessen. Außerdem dabei: Sylvia Lehmann: Die Kreisvorsitzende der Linken will nach Berlin. Für die Freien Wähler geht Peter Schüppenhauer ins Rennen. Piraten und NPD haben keinen Wahlvorschlag gemacht.

Die Topthemen vor der Wahl

Im  Hochtaunus geht es um den Ausbau der Taunusbahn, die wichtige Verbindung zwischen dem vorderen und hinteren Taunus. Es geht um die Fortführung des ehrgeizigen Schulbauprogramms, um die Sanierung von Straßen und immer aktuell: Wohnungsbau. Der Bau der Regionaltangente West zwischen Bad Homburg und Flughafen soll den Kreis als Wirtschaftsstandort noch attraktiver machen. Mit Besorgnis beobachtet man die Frankfurter Pläne, einen neuen Stadtteil bis jenseits der A5 zu bauen. Der Stadtteil käme Oberursel sehr nahe. Das könnte die Wohnungssituation in der Region insgesamt entschärfen, zerstört aber auch landwirtschaftliche Flächen und die wichtige Frischluftschneise aus dem Taunus.

Das sind die wichtigsten "Köpfe"

Der FDP-Kandidat Stefan Ruppert ist Landesvorsitzender der Hessen-FDP und Zweiter auf der Landesliste.

So gehen die Parteien in den Wahlkampf

Markus Koob (CDU): In seinem Wahlkreis will er sich vorrangig an der Verbesserung der Infrastruktur (Straßenbau, Bahn, Breitband) sowie für die Unterstützung bei der Finanzierung von bezahlbarem Wohnraum insbesondere für Familien beteiligen. Stefan Ruppert (FDP) will sich vor allem für die  Infrastruktur und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Rhein-Main Region einsetzen. Hans-Joachim Schabedoth will die SPD im Bundestag stärker machen, den Kanzlerkandidaten Martin Schulz unterstützen. Seine Themen: Mehr Investitionen in Schulen, Verkehrsinfrastruktur, Breitband. Mehr Elektroautos, Carsharing, Wolfgang Schmitt (Bündnis 90/Die Grünen) will für die Bedeutung der EU für die Rhein-Main-Region werben. Außerdem für Klima- und Energiewandel auch in der Region. Die Kandidaten von AfD, Die Linke, Die Freien Wähler haben nicht auf die Frage geantwortet. Lediglich die AfD verweist auf ihr auf ihr Bundeswahlprogramm mit den Themen Migration und direkte Demokratie.

Diese Entscheidungen stehen am 24. September noch an

Grävenwiesbach wählt einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen der amtierende Rathauschef Roland Seel (CDU) und Jan Letanoczki (FWG). Der 54-Jährige geht als unabhängiger Kandidat in die Wahl. In Mengerskirchen gibt es nur einen Kandidaten: Amtsinhaber Thomas Scholz von der CDU will seine dritte Amtszeit als Bürgermeister erreichen.

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