Wahlurne

Die CDU kann doch noch gewinnen. In Hessen gelang das den Bewerbern der Union bei den Bürgermeister-Stichwahlen in Bad Orb und Büdingen. In Neu-Isenburg allerdings lag der SPD-Kandidat vorne - wenn auch äußerst knapp.

In drei hessischen Städten standen am Sonntag Bürgermeister-Stichwahlen an: in Bad Orb (Main-Kinzig), Büdingen (Wetterau) und Neu-Isenburg (Offenbach). Hier, auf dem Gebiet der Kommunalpolitik, gab es ein bisschen Trost für die CDU, die bei der Bundestagswahl vor zwei Wochen auch in Hessen ein ziemliches Desaster erlitten hatte. Diesmal tat nur die Wahl in Neu-Isenburg weh, obwohl sie keine Schlappe war.

Der bisherige Amtsinhaber Herbert Hunkel (unanhängig) war nach zwei Amtsperioden nicht mehr angetreten. Sein Nachfolger wird der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Gene Hagelstein. Er kam in der Stichwahl auf 50,2 Prozent. Sein Gegner Stefan Schmitt (CDU), Erster Stadtrat von Neu-Isenburg, lag mit 49,8 Prozent nur sehr knapp dahinter. Gerade einmal 44 Stimmen entschieden über Erfolg und Misserfolg.

Wieder spannend

Hagelstein hatte es im ersten Wahlgang schon einmal sehr spannend gemacht: Da schaffte er es sogar mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,07 Prozentpunkten vor dem Kandidaten der Grünen als Zweiter in die Stichwahl.

Dirk Gene Hagelstein

Der nun unterlegene CDU-Kandidat Schmitt hatte dagegen im ersten Wahlgang vor zwei Wochen mit 39,1 Prozent noch deutlich vorne gelegen. Er war mit einer Wahlempfehlung der Freien Wähler ins Rennen gegangen, die mit Christdemokraten und Grünen eine Koalition in Neu-Isenburg bilden.

Die Wahlbeteiligung lag bei 34,1 Prozent. Wählen durften gut 27.700 Menschen.

Amtsinhaber in Bad Orb klar abgewählt

In der 10.000-Einwohner-Stadt Bad Orb setzte sich Tobias Weisbecker (CDU) gegen seinen Rivalen und Amtsinhaber Roland Weiß (unabhängig) mit großem Vorsprung durch. Weißbecker holte 67,6 Prozent der Stimmen, lediglich 32,4 Prozent erhielt Weiß.

Tobias Weisbecker

Wahlberechtigt waren rund 8.300 Menschen. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,98 Prozent.

In Büdingen schaffte es Benjamin Harris (CDU). Mit 55,1 Prozent der Stimmen ließ er den unabhängigen Bewerber Ulrich Majunke (44,9 Prozent) hinter sich. Der aktuelle Bürgermeister Erich Spamer (Freie Wähler) hatte seinen Hut nicht mehr für eine vierte Amtszeit in den Ring geworfen. Aufgerufen zur Wahl waren rund 17.000 Menschen in der 22. 800-Einwohner-Stadt im Wetteraukreis. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,1 Prozent.

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