Europawahl
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Die Grünen besser als CDU und SPD zusammen, AfD-Hochburgen und absolute CDU-Mehrheiten: Die Ergebnisse bei der Europawahl fielen regional sehr unterschiedlich aus - vor allem zwischen Stadt und Land.

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hs

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zum Video Tops und Flops bei der EU-Wahl

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Mit zweistelligen Zugewinnen sind die Grünen bei der Europawahl in Hessen mit großen Schritten an der SPD vorbeigezogen und sitzen der CDU dicht im Nacken. In Marburg etwa haben sie mehr Stimmen geholt, als CDU und SPD zusammen. Doch nicht überall im Land sind der Partei die Herzen derart zugeflogen.

Auch bei den anderen großen Parteien sind Gunst und Ablehnung sehr ungleich übers Land verteilt. Wir haben die Top-5 und Flop-5 von CDU, Grünen und Co. herausgesucht und nachgeschaut, wo anteilsmäßig die meisten Wahlmuffel wohnen.

Tops und Flops der CDU

Schon 2014 war Rasdorf im Landkreis Fulda pechschwarz. Und auch diesmal konnte die CDU trotz leichter Verluste über der Hälfte der Wählerstimmen in dem 2.000-Seelen-Ort für sich verbuchen: Mit 53,8 Prozent fuhr sie dort das beste Ergebnis in ganz Hessen ein.

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Weniger gut lief es dagegen in Darmstadt. In der grün-regierten Stadt machten nur 16,3 Prozent aller Wählenden ihr Kreuz bei der CDU, ein Minus von satten 6,2 Prozentpunkten gegenüber 2014 und das schlechteste Ergebnis im Land.

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Tops und Flops der Grünen

Während die Darmstädter der CDU die kalte Schulter zeigten, konnten die Grünen in der Wissenschaftsstadt kräftig zulegen. Mit 33,6 Prozent fuhren sie dort ihr zweitbestes Ergebnis ein, getoppt nur noch von Marburg (33,8). Insgesamt konnten die Grünen vor allem in den Großstädten mächtig punkten.

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Gar nicht überzeugt vom grünen Wahlprogramm waren dagegen die Wähler im kleinen osthessischen Ort Philippstal/Werra (Hersfeld-Rotenburg), nur 6,5 Prozent wählten die Grünen. Dort steht man eher auf die SPD (35,4), aber auch die AfD ist in Philippstal stark (14,9).

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Tops und Flops der SPD

Bei der SPD von "Tops" zu sprechen, fällt angesichts des historisch schlechtesten Ergebnisses bei einer bundesweiten Wahl schwer. Auch in Hessen hatten die Sozialdemokraten nichts zu lachen, sind nur noch dritte Kraft im Land. Zumindest in Nordhessen hält man der SPD noch die Stange. In Nieste (Kassel) brachten es die Roten trotz eines Verlustes von 7,4 Prozent gegenüber 2014 auf stattliche 39,6 Prozent - mehr als CDU (16,9) und Grüne (19,8) zusammen.

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Ganz und gar nicht überzeugen konnte die SPD in Poppenhausen/Wasserkuppe (Fulda). Vor fünf Jahren immerhin noch zweitstärkste Kraft hinter der CDU rutschten die Sozialdemokraten mit nur 6,4 Prozent auf Rang vier ab, wurden von den Grünen und der AfD überholt.

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Tops und Flops der AfD

Die AfD blieb bei der Europawahl in Hessen unter 10 Prozent und damit hinter dem Ergebnis der letzten Landtagswahl (13,1). Aber vor allem in Osthessen konnten die Rechtspopulisten bei den Wählern besonders stark punkten. Vier der fünf Orte aus den Top-5 liegen dort. Das beste Ergebnis fuhr die AfD in Kalbach (Fulda) ein, wo sie mit 19,6 Prozent hinter der CDU (34,2) auf Platz zwei landete.

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Kaum etwas zu melden hatte die AfD dagegen in den größeren Städten, am wenigsten in Marburg. Aber auch in Darmstadt und Frankfurt blieb sie weit unter dem Landesschnitt.

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Fleißige Wähler und Wahlmuffel

Eine der positiven Überraschungen bei dieser Europawahl war die hohe Wahlbeteiligung. Landesweit sind 58,5 Prozent aller Wahlberechtigten zur Urne gegangen, das ist eine Steigerung im Vergleich zu 2014 von 16,3 Prozentpunkten. Aber nicht überall haben die Hessen das gleiche Engagement gezeigt. Besonders positiv hervorgetan haben sich die Wähler in Antriftal (Vogelsberg).

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In Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) fiel es den Menschen deutlich schwerer, sich bei dem schönen Wetter aufzuraffen und zum Wahllokal zu gehen. Hier registrierten die Statistiker die niedrigste Wahlbeteiligung in Hessen.

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Ergebnisse in allen Städten und Gemeinden im Überblick

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Sendung: hessenschau, 27.05.2019, 19.30 Uhr