Portraits von Thomas Spies und Nadine Bernshausen.

In Marburg wird es im Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters eine Stichwahl geben: OB Spies landete im ersten Durchgang nur knapp vor Grünen-Kandidatin Bernshausen.

In Marburg kommt es zur Stichwahl. Amtsinhaber Thomas Spies (SPD) gelang es am Sonntag nicht, im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit zu erzielen. Er erhielt 33,9 Prozent und muss am 28. März gegen Nadine Bernshausen (Grüne) antreten. Die 41 Jahre alte Richterin kam als zweitbeste Kandidatin auf 26,0 Prozent der Stimmen.

Oberbürgermeister Spies sagte dem hr, er habe bereits im Vorfeld fest mit einer Stichwahl gerechnet. "Ich bin völlig zufrieden mit dem Ergebnis, das ist ein bisschen mehr als ich erwartet habe." Grünen-Kandidatin Bernshausen zeigte sich positiv überrascht: "Nach dem Wahlkampf habe ich es ein bisschen erwartet, aber mehr gehofft."

Externer Inhalt

Externen Inhalt von Datawrapper (Datengrafik) anzeigen?

An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von Datawrapper (Datengrafik). Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ende des externen Inhalts

Hinter Spies und Bernshausen landete CDU-Kandidat Dirk Bamberger mit 22,4 Prozent der Stimmen auf Platz drei. Der Landtagsabgeordnete Bamberger hatte bereits 2015 für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert, damals war er Spies in der Stichwahl unterlegen.

Linken-Kandidatin Renate Bastian kam auf 6,3 Prozent, Andrea Suntheim-Pichler von den "Bürgern für Marburg" ebenso wie Mariele Diehl von der Klimaliste auf 3,2 Prozent. FDP-Kandidat Michael Selinka erhielt 2,9 Prozent der Stimmen. Frank Michler, der für die Bürgerliste Weiterdenken antrat, erhielt 1,3 Prozent. Jounes Erojo (Marburg24/MR-24) landete mit 1,0 Prozent auf dem letzten Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,1 Prozent.

Stadtverordnetenversammlung: Grüne vor SPD und CDU

Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung lösten die Grünen dem Trendergebnis zufolge mit 27,5 Prozent die SPD (23,5 Prozent) als stärkste Kraft ab. Während die Grünen im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 ein Plus von 12,4 Prozentpunkten verzeichneten, kassierten die Sozialdemokraten ein Minus von 7,8 Prozentpunkten. Auch die CDU fiel im Vergleich zu 2016 hinter den Grünen zurück und landete mit einem Minus von 6,5 Prozentpunkten auf nun 21,6 Prozent auf Platz drei. Es folgen die Linke (11,7 Prozent), Klimaliste (5,3 Prozent), FDP (3,7 Prozent), Bürger für Marburg (3,3 Prozent), AfD (1,9 Prozent).

Briefwahl-Modus für Stichwahl am 28. März

Wie die Stadt Marburg am Montag mitteilte, müssen jene Wahlberechtigte, die bereits für die OB-Wahl Briefwahlunterlagen beantragt und dabei angegeben hatten, dass sie auch für eine mögliche Stichwahl Briefwahlunterlagen möchten, nicht mehr aktiv werden. Die Unterlagen werden automatisch zugestellt.

Zugestellt werden die Briefwahlunterlagen demnach außerdem direkt an alle Marburgerinnen und Marburger, die bis zur Stichwahl 18 Jahre alt werden, so die Stadt. Alle weiteren Wahlberechtigten können wieder über die Internetseite der Stadt oder im Wahlamt Briefwahlunterlagen beantragen.