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zum Video Offenbachs Landrat geht in die dritte Amtszeit

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Mit 55,8 Prozent der Stimmen hat Oliver Quilling die Landrats-Stichwahl im Kreis Offenbach klar gewonnen. Damit kann der CDU-Kommunalpolitiker in seine dritte Amtszeit gehen.

Im ersten Wahlgang, der vor zwei Wochen parallel mit der Bundestagwahl über die Bühne ging, hatte Oliver Quilling die absolute Mehrheit mit 49,6 Prozent der Stimmen noch knapp verpasst. Bei der Stichwahl am Sonntag klappte es dann: Der 56 Jahre alte CDU-Politiker holte diesmal 55,8 Prozent und bleibt damit Landrat im Kreis Offenbach.

Sein Herausforderer Carsten Müller (SPD) kam auf 44,2 Prozent und unterlag damit schon bei der dritten Landratswahl gegen Quilling, der im Kreishaus sein Chef ist. Müller ist Sozialdezernent, Kämmerer und Quillings Stellvertreter.

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Grüne hielten sich raus

Der SPD-Kommunalpolitiker hatte auf eine Überraschung in der Stichwahl gehofft – und auf Stimmen aus dem Lager der Grünen, deren Kandidat Robert Müller als Dritter im ersten Wahlgang ausgeschieden war. Die Grünen hatten sich jedoch aus der Stichwahl herausgehalten und weder für den amtierenden Landrat von der CDU noch für den SPD-Kandidaten eine Empfehlung aussprechen wollen. Begründung: Keiner von beiden stehe für den notwendigen sozialökologischen Umbau.

Die fehlende Wahlempfehlung nannte Müller als eine Ursache für die Niederlage. Er habe sich schon mehr erhofft, räumte er ein. "Der amtierende Landrat ist sehr populär. Das habe ich auch gespürt", sagte der SPD-Politiker dem hr.

Gegen den bundespolitischen Trend

"Wir haben schon im Wahlkampf an den Infoständen gemerkt, dass die bundespolitische Lage Einfluss auf diese Wahl hat", sagte Quilling in der hessenschau über die aktuelle Krise der Union. Es sei eine Herausforderung gewesen, die Landratswahl von dem zu trennen, "was in Berlin an aktuellen Diskussionen gerade stattfindet." Der alte und neue Landrat dankte seinem Herausforderer Müller dafür, dass der Wahlkampf sehr fair verlaufen sei.

Wiedergewählt: Landrat Oliver Quilling (CDU, l.) und der unterlegene Herausforderer Carsten Müller (SPD)

Quilling hat seit März 2010 das Amt des Landrats inne. Mit seinem unterlegenen Herausforderer Müller wird er nun wohl weiter eng im Kreishaus zusammenarbeiten. Regiert wird der Landkreis von einer großen Koalition aus CDU und SPD. Offenbach selbst gehört als kreisfreie Stadt nicht dazu, dafür 13 andere Städte und Gemeinden mit insgesamt rund 357.000 Einwohnern.

Wahlbeteiligung

Wahlberechtigt waren knapp 248.000 Menschen. Von ihnen gingen am Sonntag lediglich 82.573 zur Stichwahl. Das ergibt eine Wahlbeteiligung von 31,1 Prozent. Vor zwei Wochen, als gleichzeitg die Bundestagswahl stattfand, lag sie noch bei 66,6 Prozent.

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